Tischler Gehalt Österreich 2026 - Einstieg, KV, Netto
Was verdient ein Tischler in Österreich 2026?
Nach der Lehre starten Tischlerinnen und Tischler 2026 laut AMS-Berufslexikon mit rund 2.420 bis 2.680 € brutto pro Monat im Beruf Tischlereitechnik, Schwerpunkt Produktion. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Vollzeit-Spanne laut karriere.at von etwa 1.810 € bis 3.017 € brutto monatlich. Die Bandbreite ist also groß und hängt stark davon ab, ob man im klassischen Gewerbe oder in der größeren Möbelindustrie arbeitet.
Der Beruf verbindet Handwerk und Technik: Wo früher gehobelt und geleimt wurde, dominieren heute CNC-Maschinen, CAD-Planung und industrielle Fertigung. Wer diese digitale Seite beherrscht, hebt sich ab - und das schlägt sich im Gehalt nieder. Auffällig ist die Spreizung zwischen den beiden Welten: Ein Maßtischler im kleinen Handwerksbetrieb verdient am unteren Ende der Spanne, ein CNC-Spezialist in einer großen Möbelfabrik am oberen. Das Einstiegsgehalt sagt deshalb wenig über das spätere Einkommen aus - die Richtung, in die man sich entwickelt, zählt mehr als der Startwert.
Tischler-Gehalt nach Berufserfahrung
Das Einkommen wächst mit Praxis, Schwerpunkt und Spezialisierung. Die folgende Tabelle zeigt typische Monatsbruttos für angestellte Tischler in Vollzeit (14-mal jährlich), als Orientierung auf Basis der AMS-Werte und gängiger KV-Vorrückungen.
| Erfahrung / Stufe | Monatsbrutto (Orientierung) | Jahresbrutto (14×) |
|---|---|---|
| Lehrabschluss, Einstieg | 2.200 - 2.680 € | 30.800 - 37.520 € |
| 2-5 Jahre Praxis | 2.500 - 2.800 € | 35.000 - 39.200 € |
| Erfahren / Spezialist | 2.800 - 3.100 € | 39.200 - 43.400 € |
| CAD-/CNC-Spezialist, Arbeitsvorbereitung | 3.000 - 3.400 € | 42.000 - 47.600 € |
| Werkstattleiter / Produktionsleiter | 3.400 - 4.300 € | 47.600 - 60.200 € |
| Meister / selbstständig | individuell | individuell |
Stand Juni 2026. Werte über dem KV-Mindestlohn sind Ist-Gehälter und Marktschätzung; verbindlich ist immer der jeweilige Kollektivvertrag.
Der größte Sprung kommt aus Qualifikation und Verantwortung: die Tischlereitechniker-Ausbildung, CAD/CNC-Kenntnisse, der Schritt in die Arbeitsvorbereitung und die Meisterprüfung heben das Niveau deutlich.
Brutto-Netto-Beispiel: 2.500 € als Tischler
Von 2.500 € brutto laufend bleibt nach Abzügen weniger - die Sonderzahlungen federn das ab. Beispiel ohne Pendlerpauschale und ohne Kinder:
| Position | Betrag/Monat |
|---|---|
| Bruttogehalt (laufend) | 2.500,00 € |
| - Sozialversicherung (18,07 %) | -451,75 € |
| - Lohnsteuer (ca.) | -164,00 € |
| Netto laufend | ca. 1.884 € |
Die Sozialversicherung zieht beim Dienstnehmer 18,07 % ab. Danach greift die Lohnsteuer nach dem Stufentarif, gemindert um den Verkehrsabsetzbetrag von 496 € pro Jahr. Aufs Jahr gerechnet landet ein Tischler mit diesem Brutto bei rund 26.650 € netto. Wer in der Möbelindustrie mit Akkord- und Schichtzulagen über das Grundgehalt hinauskommt, hebt das Netto entsprechend - laufende Zulagen werden allerdings voll besteuert, während die Sonderzahlungen begünstigt bleiben.
Das 13. und 14. Gehalt wird nach Abzug der SV und eines Freibetrags von 620 € nur mit 6 % besteuert. Jeder der beiden Bezüge bringt dadurch rund 2.020 € netto - mehr als ein normaler Monat. Den exakten Wert für Ihre Situation liefert der Brutto-Netto-Rechner, der Familienbonus, Pendlerpauschale und Absetzbeträge einrechnet. Wer mit Arbeitskleidung, eigenem Werkzeug oder Fortbildung zu tun hat, holt sich über die Einkommensteuer und die jährliche Arbeitnehmerveranlagung oft Geld zurück.
Kollektivvertrag und Einstufung
Beim Tischler gibt es zwei große Kollektivverträge, und sie zahlen unterschiedlich. Im Handwerk gilt der KV für Tischler und Holzgestalter: Dort wurden die KV-Mindestlöhne per 1. Mai 2026 um 3,5 % erhöht, bei zwölf Monaten Laufzeit. In der Holzindustrie gilt ab 1. Juni 2026 eine Ist-Lohn-Erhöhung von 1,8 % plus 21,50 € pro Monat, die KV-Mindestlöhne steigen um 76 € - die Gesamtauswirkung liegt bei rund 2,3 %, die Laufzeit endet am 30. April 2027.
Die Einstufung folgt Ausbildung und Tätigkeit. Ein ausgelernter Tischler landet in der Facharbeiter-Gruppe und rückt mit Berufsjahren auf. Wer Planung, CAD/CNC oder Arbeitsvorbereitung übernimmt, wird höher eingestuft. Wie Gruppen und Vorrückung funktionieren, erklärt unser Ratgeber zum Kollektivvertrag.
Der KV nennt nur die Untergrenze. Über die Differenz - die Überzahlung - wird separat verhandelt; sie steht meist als eigene Position auf dem Lohnzettel. Den Aufbau der Abrechnung erklärt der Ratgeber zur Gehaltsabrechnung. Einen gesetzlichen Mindestlohn gibt es in Österreich nicht; der Branchen-KV ist die verbindliche Untergrenze.
Lehrlingsentschädigung 2026 - Gewerbe und Industrie
Schon als Lehrling entscheidet die Branche mit. Die Sätze ab 2026 (brutto pro Monat):
| Lehrjahr | Tischlergewerbe (Holz-/Kunststoffgewerbe) | Möbelindustrie (Holzindustrie) |
|---|---|---|
| 1. Lehrjahr | 921 € | 1.092 € |
| 2. Lehrjahr | 1.107 € | 1.576 € |
| 3. Lehrjahr | 1.666 € | 2.102 € |
| 4. Lehrjahr | 2.091 € | 2.364 € |
Quelle: AMS-Berufslexikon, Stand 2026. Für Lehrlinge ab 18 Jahren gelten ab dem 3. Lehrjahr erhöhte Sätze.
Tischler-Gehalt nach Bundesland
Der KV-Mindestlohn gilt bundesweit gleich. Unterschiede entstehen bei den Ist-Löhnen - dort, wo die Möbelindustrie stark ist und Fachkräfte knapp sind. Die folgende Orientierung zeigt typische Ist-Monatsbruttos für erfahrene Tischler in Vollzeit.
| Bundesland | Typisches Ist-Monatsbrutto (Orientierung) |
|---|---|
| Oberösterreich | 2.700 - 3.100 € |
| Vorarlberg | 2.700 - 3.050 € |
| Salzburg | 2.650 - 3.000 € |
| Tirol | 2.600 - 2.950 € |
| Steiermark | 2.600 - 2.950 € |
| Wien | 2.600 - 3.000 € |
| Niederösterreich | 2.550 - 2.900 € |
| Kärnten | 2.500 - 2.850 € |
| Burgenland | 2.450 - 2.800 € |
Stand Juni 2026. Marktschätzung auf Basis der bundesweiten AMS-Spanne und regionaler Lohnniveaus - keine KV-Werte. Der KV-Mindestlohn ist in allen Bundesländern gleich.
Oberösterreich gilt als Hochburg der Möbel- und Holzindustrie und bietet entsprechend gute Verdienst- und Jobchancen. Vorarlberg profitiert von der Nähe zur Schweiz, der Süden und Osten liegen etwas darunter. Wer mobil ist, kann den regionalen Lohnvorsprung gezielt nutzen - oder im günstigeren Bundesland mit niedrigeren Lebenshaltungskosten unter dem Strich gleich gut fahren.
Gewerbe, Möbelindustrie oder Bautischlerei
Wo man arbeitet, prägt Gehalt und Arbeitsalltag.
Das Tischlergewerbe - die klassische Maßtischlerei - fertigt individuelle Möbel, Küchen, Innenausbauten und Restaurierungen. Die Arbeit ist abwechslungsreich und handwerklich anspruchsvoll, der Grundlohn liegt aber tendenziell unter der Industrie. Wer Wert auf echtes Handwerk und Kundenkontakt legt, ist hier richtig.
Die Möbelindustrie fertigt in Serie - mit CNC-Anlagen, Kantenautomaten und Förderstraßen. Sie zahlt nach dem höheren Holzindustrie-KV, bietet Schicht- und teils Akkordzulagen und planbare Arbeitszeiten. Für technikaffine Tischler mit Maschinen- und Anlagenkenntnis ist das oft die lukrativere Wahl.
Die Bautischlerei - Fenster, Türen, Treppen, Fußböden - liegt dazwischen und profitiert von der Baukonjunktur. Montage auf Baustellen bringt zusätzliche Wegzeiten und Auslösegelder.
Quer durch alle drei zahlt sich Spezialwissen aus: CAD/CNC-Programmierung, Arbeitsvorbereitung und Restaurierung sind die gefragtesten Felder.
Ein oft unterschätzter Faktor ist die Betriebsgröße. Kleine Handwerksbetriebe mit wenigen Mitarbeitern zahlen meist näher am KV, bieten dafür breite Tätigkeit und schnelle Verantwortung. Große Industriebetriebe haben strukturierte Lohnsysteme, klare Aufstiegsstufen und Zusatzleistungen wie betriebliche Vorsorge oder Werksverpflegung. Wer früh in der Karriere möglichst viel lernen will, ist im kleinen Betrieb oft besser aufgehoben; wer auf ein stabiles, planbares Einkommen mit Zulagen setzt, in der Industrie. Beide Wege schließen sich nicht aus - viele Tischler starten im Gewerbe und wechseln später in die besser zahlende Industrie oder umgekehrt in die Selbstständigkeit.
Ausbildung, Lehre und Voraussetzungen
Beim Tischler gibt es zwei Lehrwege. Die Lehre zum Tischler dauert 3 Jahre und vermittelt das klassische Handwerk. Die Lehre zum Tischlereitechniker dauert 4 Jahre und setzt einen Schwerpunkt - Planung, Produktion oder Modell- und Formenbau. Die längere Ausbildung lohnt sich: Sie bringt eine höhere Einstufung und öffnet Wege in CAD/CNC, Arbeitsvorbereitung und Konstruktion.
Die Lehre wechselt zwischen Betrieb und geblockter Berufsschule und endet mit der Lehrabschlussprüfung. Schon die Wahl des Betriebs ist eine Weichenstellung: Wer in einem modern ausgestatteten Betrieb mit CNC-Park lernt, sammelt von Anfang an die Erfahrung, die später gut bezahlt wird. Eine Alternative ist die HTL für Holztechnik oder Innenarchitektur, die in fünf Jahren zur Matura plus Fachausbildung führt und Wege in Planung, Produktentwicklung und Betriebsleitung öffnet.
Die drei Schwerpunkte des Tischlereitechnikers führen in unterschiedliche Richtungen. Planung legt den Fokus auf CAD-Konstruktion, Kalkulation und Kundenberatung - der Weg ins Büro und in die Arbeitsvorbereitung. Produktion dreht sich um Maschinen, Fertigungsabläufe und Qualitätssicherung - der Weg in die industrielle Fertigung. Modell- und Formenbau ist eine Spezialnische für Prototypen und Gussformen, technisch anspruchsvoll und entsprechend selten. Wer früh weiß, ob er lieber plant, fertigt oder tüftelt, wählt den Schwerpunkt passend - das prägt die spätere Einstufung und den Verdienst stärker als die reine Berufserfahrung.
Karriere: Meister, Werkmeister und Selbstständigkeit
Nach oben gibt es klare Stufen. Die Werkmeisterschule für Holztechnik qualifiziert für Führung und Planung. Die Meisterprüfung im Tischlerhandwerk ist die höchste gewerbliche Qualifikation und der Schlüssel zur Selbstständigkeit - sie hebt das Gehalt deutlich und ist Voraussetzung für den eigenen Betrieb.
Als angestellte Spitze winken Rollen in der Arbeitsvorbereitung, CAD-Konstruktion oder als Produktionsleiter mit 3.400 bis 4.300 € brutto. Wer die Planung mag, arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kunde, Konstruktion und Werkstatt.
Das Tischlerhandwerk ist ein reglementiertes Gewerbe. Wer eine eigene Werkstatt eröffnen will, braucht den Befähigungsnachweis - in der Regel die Meisterprüfung plus Praxis - und danach die Gewerbeanmeldung. Selbstständige Tischler tragen das volle Risiko, zahlen Sozialversicherung über die SVS statt über die ÖGK und müssen in Maschinen, Werkstatt und Material investieren. Dafür ist das Verdienstpotenzial bei guter Auslastung und einer Nische - etwa hochwertige Massivholzmöbel oder Denkmal-Restaurierung - erheblich.
Gerade die Maschinen sind ein gewichtiger Posten: Eine moderne CNC-Anlage, Plattenaufteilsäge und Absauganlage binden viel Kapital, bevor der erste Auftrag verdient ist. Viele Gründer starten deshalb klein - mit einer spezialisierten Nische und überschaubarer Ausstattung - und wachsen erst mit den Aufträgen. Wer den Schritt plant, sollte nicht nur das Handwerk, sondern auch Kalkulation, Angebotswesen und Liquidität beherrschen; daran scheitern in der Praxis mehr Betriebe als an der handwerklichen Qualität.
Zulagen, Akkord und Überstunden
Das Grundgehalt ist beim Tischler nicht immer das ganze Einkommen. Berufsspezifisch kommen mehrere Komponenten dazu:
SEG-Zulagen (Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen) gelten für staubige oder belastende Arbeiten. Bis zu bestimmten Grenzen sind sie steuer- und SV-begünstigt.
Akkord- und Leistungslohn ist vor allem in der Möbelindustrie verbreitet: Wer in der Serienfertigung Stückzahlen erreicht, verdient mehr - das Tempo wird aber auch eingefordert. Bei der Wahl des Arbeitsplatzes lohnt der Blick auf das Verhältnis von fixem Grundlohn zu variablem Akkordanteil: Ein hoher Akkordanteil verspricht in guten Monaten mehr, schwankt aber stärker und belastet körperlich. Wer Planungssicherheit braucht, achtet auf einen soliden Fixlohn.
Montage- und Auslösegelder fallen bei Bautischlern an, die Küchen, Fenster oder Innenausbauten beim Kunden montieren und auswärts nächtigen. Im Rahmen der amtlichen Sätze sind sie steuerfrei und können bei viel Montagetätigkeit das Monatseinkommen deutlich aufbessern.
Überstunden schlagen mit Zuschlägen von 50 % (werktags) bis 100 % (Sonn- und Feiertag, Nacht) zu Buche. In auftragsstarken Phasen - etwa im Möbel- und Bauboom - ist Mehrarbeit ein erheblicher Faktor. Wie Grundvergütung, Zuschlag und steuerfreie Anteile zusammenspielen, zeigt unser Ratgeber zu Überstunden - die Abrechnung lohnt einen genauen Blick.
Verhandlungs-Hebel für mehr Gehalt
Die wichtigsten Hebel beim Tischler:
CAD/CNC lernen. Die Programmierung von CNC-Maschinen und CAD-Konstruktion sind 2026 die gefragtesten Zusatzqualifikationen. Wer das beherrscht, ist in Industrie und Gewerbe gleichermaßen gefragt und verhandelt eine höhere Einstufung.
Branche wählen. Die Möbelindustrie zahlt über dem Gewerbe und bietet Akkord- und Schichtzulagen. Schon der Wechsel kann mehr bringen als jahrelange Vorrückung im Gewerbe.
In die Arbeitsvorbereitung wechseln. Die Schnittstelle zwischen Planung und Werkstatt ist besser bezahlt als die reine Maschinenarbeit und körperlich weniger belastend.
Gesamtpaket rechnen. Akkordzulagen, Montagegelder, betriebliche Vorsorge und Fortbildung machen oft mehr aus als ein paar Euro Grundlohn. Entscheidend ist das Netto plus geldwerte Vorteile.
Den Zeitpunkt wählen. Nach einer abgeschlossenen CNC-Schulung, einer Tischlereitechniker-Ausbildung oder in einer auftragsstarken Phase hat man die besten Karten. Wer mit einer konkreten Zusatzqualifikation und einem Marktvergleich ins Gespräch geht, argumentiert fundierter als mit dem Verweis auf die allgemeine Teuerung.
FAQ und unsere Einschätzung
Tischler ist 2026 ein Beruf mit zwei Gesichtern - und das eröffnet Spielraum. Wer das klassische Handwerk liebt, findet im Gewerbe abwechslungsreiche Maßarbeit, muss aber beim Lohn Abstriche gegenüber der Industrie machen. Wer technikaffin ist und auf CAD/CNC setzt, verdient in der Möbelindustrie oder in der Arbeitsvorbereitung deutlich mehr. Der Einstieg liegt mit rund 2.420 bis 2.680 € brutto im soliden Mittelfeld der Handwerksberufe.
Der wichtigste Rat: Investieren Sie in die digitale Seite des Handwerks. CAD/CNC und Arbeitsvorbereitung sind die Felder, in denen das Gehalt am stärksten wächst, und die Tischlereitechniker-Ausbildung legt dafür das Fundament. Die Meisterprüfung öffnet die Tür zur Selbstständigkeit - mit einer guten Nische, etwa Massivholz oder Restaurierung, ist das Verdienstpotenzial nach oben offen. Für die nüchterne Planung gilt: Rechnen Sie mit dem Netto, nicht mit dem Brutto - der Brutto-Netto-Rechner liefert den exakten Wert. Wer technische Handwerksberufe vergleichen will, findet im Profil zum Elektriker-Gehalt die Parallele.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel verdient ein Tischler in Österreich 2026?
Nach der Lehre liegt der Einstieg laut AMS bei rund 2.420 bis 2.680 € brutto pro Monat (Tischlereitechnik Produktion). Die Gesamtspanne in der Vollzeit-Anstellung reicht von etwa 1.810 € bis 3.017 € brutto, je nach Branche, Erfahrung und Bundesland.
Was verdient ein Tischler-Lehrling pro Lehrjahr?
Im Tischlergewerbe (Holz- und Kunststoffgewerbe) ab 2026: 921 € (1. Lj.), 1.107 € (2. Lj.), 1.666 € (3. Lj.), 2.091 € (4. Lj.) brutto. In der Möbelindustrie ist die Lehrlingsentschädigung höher (ab 1.092 €).
Wie viel netto bleibt von 2.500 € brutto?
Bei 2.500 € brutto laufend bleiben rund 1.884 € netto pro Monat. 13. und 14. Gehalt werden mit nur 6 % besteuert und bringen jeweils rund 2.020 € netto zusätzlich. Den exakten Wert liefert der Brutto-Netto-Rechner.
Wie viel hat der Tischler-KV 2026 gebracht?
Im Tischlergewerbe wurden die KV-Mindestlöhne per 1.5.2026 um 3,5 % erhöht (12 Monate Laufzeit). In der Holzindustrie gilt ab 1.6.2026 eine Ist-Lohn-Erhöhung von 1,8 % plus 21,50 €, KV-Mindestlöhne plus 76 € - Gesamtauswirkung rund 2,3 %.
Was ist der Unterschied zwischen Tischler und Tischlereitechniker?
Tischler ist die dreijährige Lehre, Tischlereitechniker die vierjährige mit Schwerpunkten Planung, Produktion oder Modell- und Formenbau. Die längere Ausbildung bringt eine höhere Einstufung und bessere Aufstiegschancen, besonders Richtung CAD/CNC und Arbeitsvorbereitung.
Verdient man in der Möbelindustrie mehr als in der Tischlerei?
Tendenziell ja: Die holzverarbeitende Industrie zahlt über dem Gewerbe-KV, bietet Schicht- und Akkordzulagen und höhere Lehrlingsentschädigung. Das Gewerbe punktet mit abwechslungsreicher Maßarbeit und kürzeren Wegen.
Wie wird man selbstständiger Tischler?
Das Tischlerhandwerk ist ein reglementiertes Gewerbe. Für die Gewerbeberechtigung braucht es den Befähigungsnachweis - meist die Meisterprüfung plus Praxis. Erst danach ist die Gewerbeanmeldung und der Betrieb einer eigenen Werkstatt möglich.
Chefredakteur finanzguide.at