Trading Österreich 2026 - Broker, ATX, Steuern beim Aktienhandel
Wer in Österreich selbst Aktien handelt, stolpert zuerst über die Steuer, nicht über die Börse. Auf Kursgewinne und Dividenden fallen 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer an - endbesteuert, ohne Freibetrag, ab dem ersten Euro Gewinn. Entscheidend ist daher die Wahl des Brokers: Ein steuereinfacher Broker mit österreichischer Abwicklung zieht die KESt automatisch ab und führt sie ans Finanzamt ab. Bei ausländischen Anbietern wie DEGIRO oder Interactive Brokers müssen Sie jeden Gewinn selbst über das Formular E1kv in der Steuererklärung angeben.
Dividenden, Verluste und ausländische Quellensteuer
Bei Dividenden ausländischer Aktien kommt eine zweite Steuer ins Spiel: Die Quellensteuer im Herkunftsland liegt je nach Staat zwischen 15 und 35 Prozent. Über das jeweilige Doppelbesteuerungsabkommen sind davon bis zu 15 Prozentpunkte auf die österreichische KESt anrechenbar - bei steuereinfachen Brokern geschieht das meist automatisch. Verluste rechnet das Depot innerhalb eines Jahres automatisch gegen Gewinne, Dividenden und Zinsen auf; ein Verlustvortrag ins Folgejahr ist für Privatanleger aber nicht möglich.
Für den Einstieg lohnt der ruhige Weg über Aktien für Anfänger und die Frage Sparplan oder Einmalanlage. Wer aktiver handeln will, sollte die Charttechnik beherrschen, bevor er sich an gehebelte Produkte wagt: Bei CFDs und Derivaten deckelt die FMA den Hebel für Privatkunden auf 30:1 bis 2:1 und verbietet die Nachschusspflicht - das Risiko bleibt trotzdem hoch.