Elektriker Gehalt Österreich 2026 - Einstieg, KV, Netto
Was verdient ein Elektriker in Österreich 2026?
Nach abgeschlossener Lehre starten Elektrikerinnen und Elektriker 2026 laut AMS-Berufslexikon mit rund 2.920 bis 2.970 € brutto pro Monat. Mit einem HTL- oder BHS-Abschluss geht es ab etwa 3.340 € los. Über alle Erfahrungsstufen reicht die Vollzeit-Spanne von etwa 2.119 € bis 3.531 € brutto monatlich. Bei 14 Gehältern ergibt das ein Jahresbrutto von rund 40.880 bis 46.760 €.
Elektrotechnik bleibt ein Mangelberuf. Wer Energietechnik, Gebäudeautomation oder Photovoltaik beherrscht, verhandelt 2026 aus einer starken Position - die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich, und Betriebe zahlen Ist-Löhne oft klar über dem Kollektivvertrag.
Elektriker-Gehalt nach Berufserfahrung
Das Einstiegsgehalt ist nur der Startpunkt. Mit jedem Jahr Praxis, mit Zusatzmodulen und mit Spezialisierung wächst das Brutto. Die folgende Tabelle zeigt typische Monatsbruttos für angestellte Elektriker in Vollzeit (14-mal jährlich), als Orientierung auf Basis der bundesweiten AMS-Spanne und gängiger KV-Vorrückungen.
| Erfahrung / Stufe | Monatsbrutto (Orientierung) | Jahresbrutto (14×) |
|---|---|---|
| Lehrabschluss, Einstieg | 2.920 - 2.970 € | 40.880 - 41.580 € |
| 2-5 Jahre Praxis | 3.050 - 3.300 € | 42.700 - 46.200 € |
| HTL/BHS-Einstieg | ab 3.340 € | ab 46.760 € |
| Erfahren / Spezialist | 3.400 - 3.531 € | 47.600 - 49.434 € |
| Vorarbeiter / Partieführer | 3.500 - 3.900 € | 49.000 - 54.600 € |
| Werkmeister / Meister angestellt | 3.900 - 4.600 € | 54.600 - 64.400 € |
Stand Juni 2026. Werte über dem KV-Mindestlohn sind Ist-Gehälter und Marktschätzung; verbindlich ist immer der jeweilige Kollektivvertrag.
Der größte Sprung passiert nicht im laufenden Dienstverhältnis, sondern beim Wechsel der Qualifikation: Werkmeister-Schule, Meisterprüfung oder der Schritt in die Industrie heben das Niveau um mehrere Hundert Euro im Monat.
Brutto-Netto-Beispiel: 3.200 € als Elektriker
Vom Brutto bleibt nach Sozialversicherung und Lohnsteuer deutlich weniger übrig - aber 13. und 14. Gehalt mildern das ab. Ein konkretes Beispiel für einen Elektriker mit 3.200 € brutto laufend, ohne Pendlerpauschale, ohne Kinder:
| Position | Betrag/Monat |
|---|---|
| Bruttogehalt (laufend) | 3.200,00 € |
| - Sozialversicherung (18,07 %) | -578,24 € |
| - Lohnsteuer (ca.) | -333,00 € |
| Netto laufend | ca. 2.289 € |
Die Sozialversicherung zieht beim Dienstnehmer 18,07 % ab - Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung plus Kammerumlage und Wohnbauförderungsbeitrag. Danach greift die Lohnsteuer nach dem Stufentarif, gemindert um den Verkehrsabsetzbetrag von 496 € pro Jahr.
Der Clou liegt beim 13. und 14. Gehalt: Diese Sonderzahlungen werden nach Abzug der SV und eines Freibetrags von 620 € nur mit 6 % besteuert. Aus jedem der beiden Bezüge bleiben dadurch rund 2.500 € netto - spürbar mehr als bei einem normalen Monatsgehalt. Aufs Jahr gerechnet landet ein Elektriker mit diesem Brutto bei rund 32.500 € netto. Die exakte Zahl für Ihre Situation liefert unser Brutto-Netto-Rechner, der Familienbonus, Pendlerpauschale und Absetzbeträge berücksichtigt.
Wer mit Pendlerpauschale, Familienbonus oder berufsbedingten Ausgaben startet, zahlt unter dem Strich weniger. Diese Posten wirken über die Einkommensteuer und holen sich, falls sie unterjährig nicht berücksichtigt wurden, über den jährlichen Lohnsteuerausgleich zurück. Gerade Elektriker mit weiten Anfahrten zur Baustelle oder eigenem Werkzeug lassen hier oft Geld liegen - die Arbeitnehmerveranlagung lohnt sich praktisch immer.
Kollektivvertrag und Einstufung
Für Elektriker gibt es nicht den einen Lohn, sondern den passenden Kollektivvertrag. Im Gewerbe gilt der KV Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechnik, der im Verbund mit dem Metallgewerbe verhandelt wird. Der Abschluss 2026 brachte für die Arbeiterinnen und Arbeiter eine Erhöhung der KV-Löhne um 2,2 % und der Ist-Löhne um 1,8 %, bei zwei Jahren Laufzeit ab 1. Jänner 2026. Betroffen sind rund 120.000 Beschäftigte in über 20.700 Betrieben.
Die Einstufung richtet sich nach Ausbildung und Tätigkeit. Ein fertig ausgelernter Elektriker landet in der untersten Beschäftigungsgruppe für Facharbeiter mit Lehrabschluss und rückt mit Berufsjahren in höhere Stufen vor. Wer Führungsaufgaben übernimmt, als Partieführer eine Montage leitet oder Spezialanlagen betreut, wird höher eingestuft. Welche Gruppe konkret gilt und wie die Vorrückung funktioniert, erklärt unser Ratgeber zum Kollektivvertrag im Detail.
Wichtig für die Verhandlung: Der KV nennt nur den Mindestlohn. Im Mangelberuf Elektrotechnik zahlen viele Betriebe Überzahlungen - der tatsächliche Lohn liegt oft 5 bis 15 % über dem KV. Diese Differenz ist verhandelbar, der KV-Wert nicht. Auf der monatlichen Abrechnung steht die Überzahlung meist als eigene Position neben dem KV-Grundlohn. Wer den Aufbau seiner Lohnzettel verstehen will - KV-Lohn, Überzahlung, Zulagen, SV-Abzüge -, findet die Mechanik im Ratgeber zur Gehaltsabrechnung. Das lohnt sich konkret: Fehler bei Einstufung und Zulagen sind häufiger, als man denkt.
Lehrlingseinkommen 2026 - Gewerbe, Industrie, EVU im Vergleich
Schon als Lehrling entscheidet die Branche über das Einkommen. Drei Kollektivverträge laufen parallel, mit deutlich unterschiedlichen Sätzen (brutto pro Monat):
| Lehrjahr | Elektro-/Metallgewerbe (ab 1.1.2026) | Elektro-/Elektronikindustrie (ab 1.5.2026) | EVU (ab 1.2.2026) |
|---|---|---|---|
| 1. Lehrjahr | 1.000 € | 1.260 € | 1.079 € |
| 2. Lehrjahr | 1.149 € | 1.575 € | 1.306 € |
| 3. Lehrjahr | 1.493 € | 1.890 € | 1.681 € |
| 4. Lehrjahr | 2.000 € | 2.457 € | 2.220 € |
Quelle: AMS-Berufslexikon, Stand 2026. EVU = Elektrizitätsversorgungsunternehmen.
Der Unterschied ist enorm: Wer die Lehre in der Industrie statt im Gewerbe macht, verdient im ersten Lehrjahr rund 26 % mehr - und der Abstand bleibt über alle vier Jahre bestehen. Das ist einer der wichtigsten und am häufigsten übersehenen Hebel für junge Elektriker.
Elektriker-Gehalt nach Bundesland
Der KV-Mindestlohn ist bundesweit identisch - ein Elektriker in Eisenstadt hat denselben gesetzlichen Anspruch wie einer in Bregenz. Unterschiede entstehen erst bei den Ist-Löhnen: dort, wo Fachkräfte besonders knapp und Auftragsbücher voll sind, zahlen Betriebe mehr. Die folgende Orientierung zeigt typische Ist-Monatsbruttos für erfahrene Elektriker in Vollzeit.
| Bundesland | Typisches Ist-Monatsbrutto (Orientierung) |
|---|---|
| Vorarlberg | 3.300 - 3.700 € |
| Salzburg | 3.250 - 3.650 € |
| Tirol | 3.200 - 3.550 € |
| Wien | 3.150 - 3.550 € |
| Oberösterreich | 3.200 - 3.550 € |
| Steiermark | 3.100 - 3.450 € |
| Niederösterreich | 3.100 - 3.450 € |
| Kärnten | 3.000 - 3.350 € |
| Burgenland | 2.950 - 3.300 € |
Stand Juni 2026. Marktschätzung auf Basis der bundesweiten AMS-Spanne und regionaler Lohnniveaus - keine KV-Werte. Der KV-Mindestlohn ist in allen Bundesländern gleich.
Vorarlberg und Salzburg liegen traditionell an der Spitze, weil die Nähe zur Schweiz und zu Deutschland den Lohndruck erhöht. Im Osten und Süden sind die Ist-Löhne etwas niedriger, dafür sind oft die Lebenshaltungskosten geringer.
Industrie, Gewerbe oder Energieversorger - wo verdient man mehr?
Die Branche schlägt fast jeden anderen Faktor. Drei große Felder beschäftigen Elektriker, und sie zahlen unterschiedlich:
Die Elektro- und Elektronikindustrie zahlt am besten. Schon bei der Lehrlingsentschädigung liegt sie rund ein Viertel über dem Gewerbe, und auch der Facharbeiter-KV ist höher. Wer bei einem großen Industriebetrieb anheuert, profitiert zusätzlich von Schichtzulagen, betrieblicher Altersvorsorge und planbaren Arbeitszeiten.
Das Elektrogewerbe - also der klassische Installationsbetrieb, der in Wohnungen, Büros und auf Baustellen arbeitet - bildet den größten Teil der Branche ab. Die KV-Löhne sind niedriger, dafür sind Überzahlungen wegen des Fachkräftemangels weit verbreitet, und Montage- sowie Auslösegelder bessern das Einkommen auf.
Energieversorgungsunternehmen (EVU) liegen dazwischen, bieten aber besonders sichere Anstellungen, geregelte Bereitschaftsdienste und gute Sozialleistungen. Für Elektriker mit Schwerpunkt Netz- und Energietechnik ist das oft die stabilste Wahl.
Quer durch alle drei zahlt Spezialwissen am besten: Photovoltaik und Speichertechnik, Gebäudeautomation (KNX), Industrieelektronik und SPS-Programmierung sind 2026 die gefragtesten Zusatzqualifikationen.
Ausbildung, Lehre und Voraussetzungen
Der klassische Weg ist die Lehre zum Elektrotechniker mit Modulen. Sie dauert 3,5 Jahre, bei einem zusätzlichen Spezial- oder Hauptmodul 4 Jahre. Gewählt wird zwischen Hauptmodulen wie Energietechnik, Elektro- und Gebäudetechnik oder Anlagen- und Betriebstechnik - die Spezialisierung beginnt also schon in der Lehre.
Die Lehre wechselt zwischen Betrieb und Berufsschule, die meist geblockt stattfindet, und endet mit der Lehrabschlussprüfung. Elektrotechnik gehört seit Jahren zu den am stärksten nachgefragten Lehrberufen Österreichs - was die Verhandlungsposition der Absolventen zusätzlich stärkt. Wer breiter aufgestellt sein will, kann Module kombinieren oder eine Doppellehre absolvieren, etwa Elektrotechnik mit Mechatronik. Jedes zusätzliche Modul verlängert die Lehrzeit, erhöht aber die spätere Einstufung und die Bandbreite der Einsatzgebiete.
Alternativ führt die HTL für Elektrotechnik in fünf Jahren zur Matura plus Fachausbildung. HTL-Absolventen steigen mit rund 3.340 € brutto deutlich höher ein als Lehrabsolventen und haben bessere Karten für Planungs- und Projektleitungsrollen. Wer schon im Beruf steht, kann die Lehre verkürzt nachholen oder über die Berufsreifeprüfung den Weg zur HTL-Qualifikation öffnen.
Formale Mindestlöhne und Einstufungen folgen immer dem Kollektivvertrag. Da es in Österreich keinen gesetzlichen Mindestlohn gibt, sondern rund 450 Branchen-KV, ist der Elektro-KV die entscheidende Untergrenze. Der Sozialpartner-Konsens von 2.000 € brutto Vollzeit wird im Elektrobereich ohnehin klar überschritten.
Karriere: Werkmeister, Meister und Selbstständigkeit
Nach oben gibt es mehrere Pfade. Die Werkmeisterschule (berufsbegleitend, meist zwei Jahre) qualifiziert für Führungs- und Planungsaufgaben und hebt das Gehalt typisch auf 3.900 bis 4.600 € brutto. Die Meisterprüfung im Elektrotechnik-Handwerk ist die höchste gewerbliche Qualifikation - und der Schlüssel zur Selbstständigkeit.
Denn Elektrotechnik ist ein reglementiertes Gewerbe. Wer einen eigenen Betrieb gründen will, braucht den Befähigungsnachweis, in der Regel die Meisterprüfung oder eine gleichwertige Qualifikation plus einschlägige Praxis. Erst danach ist die Gewerbeanmeldung möglich. Selbstständige Elektrotechniker verdienen je nach Auftragslage und Mitarbeiterzahl ein Vielfaches eines Angestelltengehalts - tragen aber auch das volle unternehmerische Risiko und zahlen Sozialversicherung über die SVS statt über die ÖGK.
Ein realistischer Zwischenschritt ist die Rolle als Partie- oder Montageführer: mehr Verantwortung, eigene Baustellen, ein Gehalt an der oberen Kante der Angestellten-Spanne - ohne den Sprung in die Selbstständigkeit.
Wer sich selbstständig macht, sollte die andere Sozialversicherung einkalkulieren: Statt der ÖGK-Beiträge fallen SVS-Beiträge an, die in den ersten Jahren auf vorläufigen Bemessungsgrundlagen beruhen und später nachbemessen werden. Das verlangt Rücklagen. Dafür entfällt die Deckelung des Einkommens nach oben - ein eingespielter Ein-Personen-Betrieb mit Stammkunden im Bereich Service, Photovoltaik und Smart-Home liegt netto deutlich über jedem Angestelltenlohn, sobald die Auslastung stimmt.
Zulagen, Überstunden und Erschwerniszulagen
Das Grundgehalt ist beim Elektriker selten das ganze Einkommen. Berufsspezifisch kommen mehrere Komponenten dazu:
SEG-Zulagen (Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen) gelten für Arbeiten unter erschwerten Bedingungen - etwa an spannungsführenden Anlagen, in Staub und Schmutz oder in gefährlicher Umgebung. Bis zu bestimmten monatlichen Grenzen sind sie steuer- und SV-begünstigt.
Montage- und Auslösegelder fallen an, wenn die Baustelle weit vom Betrieb entfernt ist und man auswärts nächtigt. Sie decken Mehraufwand für Verpflegung und Unterkunft und sind im Rahmen der amtlichen Sätze steuerfrei.
Bereitschaft und Rufbereitschaft werden vor allem bei EVU und in der Gebäudetechnik abgegolten - mit Pauschalen plus Zuschlägen für tatsächliche Einsätze.
Überstunden schlagen mit Zuschlägen von 50 % (werktags) bis 100 % (Sonn- und Feiertag, Nacht) zu Buche. In auftragsstarken Phasen ist das ein erheblicher Einkommensfaktor. Wie Grundvergütung, Zuschlag und steuerfreie Anteile zusammenspielen, zeigt unser Ratgeber zu Überstunden. Wer regelmäßig Mehrstunden leistet, sollte die Abrechnung genau prüfen - hier verstecken sich die häufigsten Fehler in der Lohnabrechnung.
Verhandlungs-Hebel für mehr Gehalt
Im Mangelberuf Elektrotechnik ist die Verhandlungsposition 2026 gut - man muss sie nur nutzen. Die stärksten Hebel:
Branche wechseln. Der Schritt vom Gewerbe in die Industrie bringt oft mehr als jahrelange Vorrückung. Schon der KV-Unterschied ist spürbar, dazu kommen bessere Sozialleistungen.
Spezialisieren. Photovoltaik, Speicher, KNX-Gebäudeautomation und SPS sind die gefragtesten Felder. Eine nachweisbare Zusatzqualifikation rechtfertigt eine höhere Einstufung und eine größere Überzahlung.
Überzahlung gezielt ansprechen. Da der KV nur die Untergrenze ist, geht es im Gespräch um die Differenz darüber. Wer konkrete Auftrags- und Bereitschaftsleistung, Zertifikate und Marktdaten vorlegt, verhandelt fundiert statt aus dem Bauch.
Gesamtpaket rechnen. Dienstwagen, Werkzeugpauschale, Montagegelder, Bereitschaftszulagen und betriebliche Vorsorge machen oft mehr aus als ein paar Euro mehr Grundlohn. Entscheidend ist das Netto plus die geldwerten Vorteile - nicht die Brutto-Schlagzeile.
Den Zeitpunkt wählen. Die KV-Erhöhung im Jänner hebt nur die Untergrenze - über die Überzahlung wird separat gesprochen. Der beste Moment ist nach einem sichtbaren Erfolg: eine abgeschlossene Großbaustelle, eine bestandene Zusatzprüfung, ein Auftragshoch im Betrieb. Wer mit Leistung statt mit der Inflation argumentiert, kommt weiter.
FAQ und unsere Einschätzung
Elektrotechnik ist 2026 einer der lohnendsten Handwerksberufe in Österreich - solide im Einstieg, mit klarem Weg nach oben und einer Verhandlungsposition, die im Fachkräftemangel selten so gut war. Wer die Wahl hat, sollte die Lehre in der Industrie machen: Der Vorsprung von rund einem Viertel bei der Lehrlingsentschädigung zieht sich durch das ganze Berufsleben. Im Gewerbe gleichen Überzahlung, Montagegelder und Überstunden den niedrigeren KV teilweise aus, verlangen aber Flexibilität.
Der größte finanzielle Hebel bleibt die Qualifikation. Werkmeister, Meister und Spezialisierung auf Energie- und Gebäudetechnik heben das Einkommen weit über den Durchschnitt - und die Meisterprüfung öffnet die Tür zur Selbstständigkeit, wo nach oben kaum eine Grenze besteht. Für die nüchterne Planung gilt: Rechnen Sie mit dem Netto, nicht mit dem Brutto, und beziehen Sie Zulagen und Sonderzahlungen mit ein. Den exakten Wert liefert der Brutto-Netto-Rechner.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel verdient ein Elektriker in Österreich 2026?
Nach abgeschlossener Lehre liegt der Einstieg laut AMS bei rund 2.920 bis 2.970 € brutto pro Monat. Die Gesamtspanne in der Vollzeit-Anstellung reicht von etwa 2.119 € bis 3.531 € brutto, mit HTL-Abschluss startet man ab rund 3.340 €.
Was verdient ein Elektriker-Lehrling pro Lehrjahr?
Im Elektro- und Metallgewerbe ab 1.1.2026: 1.000 € (1. Lj.), 1.149 € (2. Lj.), 1.493 € (3. Lj.) und 2.000 € (4. Lj.) brutto. In der Elektro- und Elektronikindustrie ist die Lehrlingsentschädigung deutlich höher (1.260 bis 2.457 €).
Verdient man in der Industrie mehr als im Gewerbe?
Ja. Die Elektro- und Elektronikindustrie zahlt nach eigenem KV spürbar höher als das Elektrogewerbe - schon bei der Lehrlingsentschädigung sind es rund 26 % mehr im ersten Lehrjahr. Auch bei Fachkräften liegt der Industrie-KV über dem Gewerbe-KV.
Wie viel netto bleibt von 3.200 € brutto?
Bei 3.200 € brutto laufend bleiben rund 2.290 € netto pro Monat. 13. und 14. Gehalt werden mit nur 6 % besteuert und bringen jeweils rund 2.500 € netto zusätzlich. Den exakten Wert liefert der Brutto-Netto-Rechner.
Welcher Kollektivvertrag gilt für Elektriker?
Für Elektriker im Gewerbe gilt der KV Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechnik (Metallgewerbe-Verbund), gültig ab 1.1.2026 mit zwei Jahren Laufzeit. In der Industrie gilt der KV der Elektro- und Elektronikindustrie ab 1.5.2026.
Wie wird man selbstständiger Elektrotechniker?
Elektrotechnik ist ein reglementiertes Gewerbe. Für die Gewerbeberechtigung braucht es den Befähigungsnachweis - in der Regel die Meisterprüfung oder eine gleichwertige Qualifikation plus Praxis. Erst dann ist die Gewerbeanmeldung möglich.
Welche Zulagen gibt es für Elektriker?
Üblich sind Erschwernis-, Schmutz- und Gefahrenzulagen (SEG), Montage- und Auslösegelder bei auswärtiger Arbeit, Bereitschafts- und Rufbereitschaftspauschalen sowie Überstundenzuschläge von 50 bis 100 %. SEG-Zulagen sind bis zu bestimmten Grenzen steuerbegünstigt.
Chefredakteur finanzguide.at