Elektriker Gehalt Österreich 2026 - Einstieg, KV, Netto
Was verdient ein Elektriker in Österreich 2026?
Ausgelernte Elektrikerinnen und Elektriker im Gewerbe haben 2026 Anspruch auf mindestens 2.948,85 € brutto im Monat - das ist der KV-Mindestlohn der Lohngruppe 3 (Facharbeiter mit Lehrabschluss) ab 1. Jänner 2026. Bei 14 Bezügen sind das 41.283,90 € im Jahr. Das AMS-Berufslexikon nennt für den Einstieg nach der Lehre 2.920 bis 2.970 €, allerdings mit Datenstand 2025.
Wer mehr Verantwortung übernimmt, rückt in höhere Lohngruppen: Spitzenfacharbeiter bekommen mindestens 3.808,83 €, also 53.323,62 € im Jahr. Die Gehaltsplattform karriere.at weist für Vollzeitstellen aller Erfahrungsstufen eine Spanne von 2.121 bis 3.535 € brutto im Monat aus, beruhend auf eigenen Nutzerdaten. Die Untergrenze liegt dort unter dem KV-Mindestlohn nach der Lehre; für ausgelernte Elektriker ist der KV-Wert die verlässlichere Untergrenze.
Elektrotechnik bleibt ein Mangelberuf. Wer Energietechnik, Gebäudeautomation oder Photovoltaik beherrscht, verhandelt 2026 aus einer starken Position - die Nachfrage übersteigt das Angebot deutlich, und Betriebe zahlen Ist-Löhne oft klar über dem Kollektivvertrag.
Elektriker-Gehalt nach Lohngruppe
Im Elektrogewerbe richtet sich der Mindestlohn nicht nach Dienstjahren, sondern nach der Lohngruppe - also nach Qualifikation und Selbstständigkeit bei der Arbeit. Die Lohnordnung des Metallgewerbes, die auch für die Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechniker gilt, sieht ab 1. Jänner 2026 vor:
| Lohngruppe | Voraussetzung laut KV | Monatslohn | Jahresbrutto (14×) |
|---|---|---|---|
| LG 3 - Facharbeiter | Lehrabschluss, Arbeiten nach Anweisung | 2.948,85 € | 41.283,90 € |
| LG 2 - Qualifizierter Facharbeiter | Lehrabschluss, große Fachkenntnisse, selbstständig nach kurzer Anweisung | 3.397,52 € | 47.565,28 € |
| LG 1 - Spitzenfacharbeiter | Lehrabschluss, hervorragende Fachkenntnisse, ohne Anweisung | 3.808,83 € | 53.323,62 € |
| Techniker | langjährige Praxis in LG 1 plus theoretische Fachkenntnisse | 4.160,28 € | 58.243,92 € |
Der größte Sprung passiert beim Wechsel der Lohngruppe: Von LG 3 auf LG 2 sind es 448,67 € im Monat. Wer nach Anweisung arbeitet, aber die Tätigkeiten einer höheren Gruppe erledigt, hat Anspruch auf die höhere Einstufung - ein Blick auf die Lohngruppen-Beschreibung im KV lohnt sich vor jedem Gehaltsgespräch.
Brutto-Netto-Beispiel: 3.200 € als Elektriker
Vom Brutto bleibt nach Sozialversicherung und Lohnsteuer deutlich weniger übrig - aber 13. und 14. Gehalt mildern das ab. Ein konkretes Beispiel für einen Elektriker mit 3.200 € brutto laufend, ohne Pendlerpauschale, ohne Kinder:
| Position | Betrag/Monat |
|---|---|
| Bruttogehalt (laufend) | 3.200,00 € |
| - Sozialversicherung (18,07 %) | -578,24 € |
| - Lohnsteuer | -332,98 € |
| Netto laufend | 2.288,78 € |
Die Sozialversicherung zieht beim Dienstnehmer 18,07 % ab - Kranken-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung plus Kammerumlage und Wohnbauförderungsbeitrag. Danach greift die Lohnsteuer nach dem Stufentarif, gemindert um den Verkehrsabsetzbetrag von 496 € pro Jahr.
Der Clou liegt beim 13. und 14. Gehalt: Diese Sonderzahlungen werden nach Abzug der SV und eines Freibetrags von 620 € nur mit 6 % besteuert. Netto bleiben 2.531,73 € Urlaubszuschuss und 2.494,53 € Weihnachtsgeld - spürbar mehr als bei einem normalen Monatsgehalt. Aufs Jahr gerechnet landet ein Elektriker mit diesem Brutto bei 32.491,63 € netto. Mit Familienbonus, Pendlerpauschale oder Alleinverdienerabsetzbetrag ändert sich das Netto; das lässt sich im Brutto-Netto-Rechner durchspielen.
Wer mit Pendlerpauschale, Familienbonus oder berufsbedingten Ausgaben startet, zahlt unter dem Strich weniger. Diese Posten wirken über die Einkommensteuer und holen sich, falls sie unterjährig nicht berücksichtigt wurden, über den jährlichen Lohnsteuerausgleich zurück. Gerade Elektriker mit weiten Anfahrten zur Baustelle oder eigenem Werkzeug lassen hier oft Geld liegen - die Arbeitnehmerveranlagung lohnt sich praktisch immer.
Kollektivvertrag und Einstufung
Für Elektriker gibt es nicht den einen Lohn, sondern den passenden Kollektivvertrag. Im Gewerbe gilt der KV Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechnik, der im Verbund mit dem Metallgewerbe verhandelt wird. Der Abschluss 2026 brachte für die Arbeiterinnen und Arbeiter eine Erhöhung der KV-Löhne um 2,2 % und der Ist-Löhne um 1,8 %, gedeckelt mit 85 € im Monat. Er läuft zwei Jahre: Ab 1. Jänner 2027 steigen die KV-Löhne um weitere 2,0 %, die Ist-Löhne um 1,8 %.
Die Einstufung richtet sich nach Ausbildung und Tätigkeit. Ein fertig ausgelernter Elektriker landet in der Lohngruppe 3 für Facharbeiter mit Lehrabschluss; höher eingestuft wird, wer selbstständiger und mit mehr Fachkenntnis arbeitet - nicht automatisch nach Dienstjahren. Wer Führungsaufgaben übernimmt, als Partieführer eine Montage leitet oder Spezialanlagen betreut, wird höher eingestuft. Für Einstufung und Überzahlung gelten dieselben Grundregeln wie bei jedem Kollektivvertrag: Der KV setzt die Untergrenze, alles darüber ist Vereinbarung.
Wichtig für die Verhandlung: Der KV nennt nur den Mindestlohn. Im Mangelberuf Elektrotechnik zahlen viele Betriebe über dem KV. Diese Differenz ist verhandelbar, der KV-Wert nicht. Auf der monatlichen Abrechnung steht die Überzahlung meist als eigene Position neben dem KV-Grundlohn. Wer den Aufbau seiner Lohnzettel verstehen will - KV-Lohn, Überzahlung, Zulagen, SV-Abzüge -, findet die Mechanik im Ratgeber zur Gehaltsabrechnung. Das lohnt sich konkret: Fehler bei Einstufung und Zulagen sind häufiger, als man denkt.
Lehrlingseinkommen 2026 - Gewerbe, Industrie, EVU im Vergleich
Schon als Lehrling entscheidet die Branche über das Einkommen. Drei Kollektivverträge laufen parallel, mit deutlich unterschiedlichen Sätzen (brutto pro Monat):
| Lehrjahr | Elektro-/Metallgewerbe (ab 1.1.2026) | Elektro-/Elektronikindustrie (ab 1.5.2026) | EVU (ab 1.2.2026) |
|---|---|---|---|
| 1. Lehrjahr | 1.000 € | 1.260 € | 1.079 € |
| 2. Lehrjahr | 1.149 € | 1.575 € | 1.306 € |
| 3. Lehrjahr | 1.493 € | 1.890 € | 1.681 € |
| 4. Lehrjahr | 2.000 € | 2.457 € | 2.220 € |
Quelle: AMS-Berufslexikon, Stand 2026. EVU = Elektrizitätsversorgungsunternehmen.
Der Unterschied ist enorm: Wer die Lehre in der Industrie statt im Gewerbe macht, verdient im ersten Lehrjahr rund 26 % mehr - und der Abstand bleibt über alle vier Jahre bestehen. Das ist einer der wichtigsten und am häufigsten übersehenen Hebel für junge Elektriker.
Elektriker-Gehalt nach Bundesland
Der KV-Mindestlohn ist bundesweit identisch - ein Elektriker in Eisenstadt hat denselben Anspruch wie einer in Bregenz. Unterschiede entstehen nur bei den Ist-Löhnen, also bei der Überzahlung, die jeder Betrieb selbst festlegt. Belastbare, nach Bundesland getrennte Ist-Lohn-Daten für Elektriker veröffentlichen weder AMS noch Sozialpartner; im Vorstellungsgespräch ist deshalb die Lohngruppe nach KV der feste Ausgangspunkt, die Überzahlung der verhandelbare Teil.
Industrie, Gewerbe oder Energieversorger - wo verdient man mehr?
Die Branche schlägt fast jeden anderen Faktor. Drei große Felder beschäftigen Elektriker, und sie zahlen unterschiedlich:
Die Elektro- und Elektronikindustrie zahlt am besten. Schon bei der Lehrlingsentschädigung liegt sie rund ein Viertel über dem Gewerbe, und auch der Facharbeiter-KV ist höher. Wer bei einem großen Industriebetrieb anheuert, profitiert zusätzlich von Schichtzulagen, betrieblicher Altersvorsorge und planbaren Arbeitszeiten.
Das Elektrogewerbe - also der klassische Installationsbetrieb, der in Wohnungen, Büros und auf Baustellen arbeitet - bildet den größten Teil der Branche ab. Die KV-Löhne sind niedriger, dafür sind Überzahlungen wegen des Fachkräftemangels weit verbreitet, und Montage- sowie Auslösegelder bessern das Einkommen auf.
Energieversorgungsunternehmen (EVU) liegen dazwischen, bieten aber besonders sichere Anstellungen, geregelte Bereitschaftsdienste und gute Sozialleistungen. Für Elektriker mit Schwerpunkt Netz- und Energietechnik ist das oft die stabilste Wahl.
Quer durch alle drei zahlt Spezialwissen am besten: Photovoltaik und Speichertechnik, Gebäudeautomation (KNX), Industrieelektronik und SPS-Programmierung sind 2026 die gefragtesten Zusatzqualifikationen.
Ausbildung, Lehre und Voraussetzungen
Der klassische Weg ist die Lehre zum Elektrotechniker mit Modulen. Sie dauert 3,5 Jahre, bei einem zusätzlichen Spezial- oder Hauptmodul 4 Jahre. Gewählt wird zwischen Hauptmodulen wie Energietechnik, Elektro- und Gebäudetechnik oder Anlagen- und Betriebstechnik - die Spezialisierung beginnt also schon in der Lehre.
Die Lehre wechselt zwischen Betrieb und Berufsschule, die meist geblockt stattfindet, und endet mit der Lehrabschlussprüfung. Elektrotechnik gehört seit Jahren zu den am stärksten nachgefragten Lehrberufen Österreichs - was die Verhandlungsposition der Absolventen zusätzlich stärkt. Wer breiter aufgestellt sein will, kann Module kombinieren oder eine Doppellehre absolvieren, etwa Elektrotechnik mit Mechatronik. Jedes zusätzliche Modul verlängert die Lehrzeit, erhöht aber die spätere Einstufung und die Bandbreite der Einsatzgebiete.
Alternativ führt die HTL für Elektrotechnik in fünf Jahren zur Matura plus Fachausbildung. HTL-Absolventen haben bessere Karten für Planungs- und Projektleitungsrollen, die meist nach einem Angestellten-KV bezahlt werden. Wer schon im Beruf steht, kann die Lehre verkürzt nachholen oder über die Berufsreifeprüfung den Weg zur HTL-Qualifikation öffnen.
Formale Mindestlöhne und Einstufungen folgen immer dem Kollektivvertrag. Da es in Österreich keinen gesetzlichen Mindestlohn gibt, sondern rund 450 Branchen-KV, ist der Elektro-KV die entscheidende Untergrenze. Der Sozialpartner-Konsens von 2.000 € brutto Vollzeit wird im Elektrobereich ohnehin klar überschritten.
Karriere: Werkmeister, Meister und Selbstständigkeit
Nach oben gibt es mehrere Pfade. Die Werkmeisterschule (berufsbegleitend, meist zwei Jahre) qualifiziert für Führungs- und Planungsaufgaben. Im Arbeiter-KV ist die höchste Stufe die Gruppe „Techniker” mit mindestens 4.160,28 € brutto; wer als Vorarbeiter eine Partie führt, bekommt 10 Prozent Zuschlag auf den eigenen Lohn. Die Meisterprüfung im Elektrotechnik-Handwerk ist die höchste gewerbliche Qualifikation - und der Schlüssel zur Selbstständigkeit.
Denn Elektrotechnik ist ein reglementiertes Gewerbe. Wer einen eigenen Betrieb gründen will, braucht den Befähigungsnachweis, in der Regel die Meisterprüfung oder eine gleichwertige Qualifikation plus einschlägige Praxis. Erst danach ist die Gewerbeanmeldung möglich. Selbstständige Elektrotechniker verdienen je nach Auftragslage und Mitarbeiterzahl ein Vielfaches eines Angestelltengehalts - tragen aber auch das volle unternehmerische Risiko und zahlen Sozialversicherung über die SVS statt über die ÖGK.
Ein realistischer Zwischenschritt ist die Rolle als Partie- oder Montageführer: mehr Verantwortung, eigene Baustellen und der Vorarbeiterzuschlag - ohne den Sprung in die Selbstständigkeit.
Wer sich selbstständig macht, sollte die andere Sozialversicherung einkalkulieren: Statt der ÖGK-Beiträge fallen SVS-Beiträge an, die in den ersten Jahren auf vorläufigen Bemessungsgrundlagen beruhen und später nachbemessen werden. Das verlangt Rücklagen. Dafür entfällt die Deckelung des Einkommens nach oben - ein eingespielter Ein-Personen-Betrieb mit Stammkunden im Bereich Service, Photovoltaik und Smart-Home liegt netto deutlich über jedem Angestelltenlohn, sobald die Auslastung stimmt.
Zulagen, Überstunden und Erschwerniszulagen
Das Grundgehalt ist beim Elektriker selten das ganze Einkommen. Berufsspezifisch kommen mehrere Komponenten dazu:
SEG-Zulagen (Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen) gelten für Arbeiten unter erschwerten Bedingungen - etwa an spannungsführenden Anlagen, in Staub und Schmutz oder in gefährlicher Umgebung. Bis zu bestimmten monatlichen Grenzen sind sie steuer- und SV-begünstigt.
Montage- und Auslösegelder fallen an, wenn die Baustelle weit vom Betrieb entfernt ist und man auswärts nächtigt. Sie decken Mehraufwand für Verpflegung und Unterkunft und sind im Rahmen der amtlichen Sätze steuerfrei.
Bereitschaft und Rufbereitschaft werden vor allem bei EVU und in der Gebäudetechnik abgegolten - mit Pauschalen plus Zuschlägen für tatsächliche Einsätze.
Überstunden schlagen mit Zuschlägen von 50 % (werktags) bis 100 % (Sonn- und Feiertag, Nacht) zu Buche. In auftragsstarken Phasen ist das ein erheblicher Einkommensfaktor. Die Zuschläge für die ersten zehn Überstunden im Monat sind bis 120 € steuerfrei; für 2026 gilt befristet eine höhere Grenze. Wer regelmäßig Mehrstunden leistet, sollte die Abrechnung genau prüfen - hier verstecken sich die häufigsten Fehler in der Lohnabrechnung.
Verhandlungs-Hebel für mehr Gehalt
Im Mangelberuf Elektrotechnik ist die Verhandlungsposition 2026 gut - man muss sie nur nutzen. Die stärksten Hebel:
Branche wechseln. Der Schritt vom Gewerbe in die Industrie bringt oft mehr als jahrelange Vorrückung. Schon der KV-Unterschied ist spürbar, dazu kommen bessere Sozialleistungen.
Spezialisieren. Photovoltaik, Speicher, KNX-Gebäudeautomation und SPS sind die gefragtesten Felder. Eine nachweisbare Zusatzqualifikation rechtfertigt eine höhere Einstufung und eine größere Überzahlung.
Überzahlung gezielt ansprechen. Da der KV nur die Untergrenze ist, geht es im Gespräch um die Differenz darüber. Wer konkrete Auftrags- und Bereitschaftsleistung, Zertifikate und Marktdaten vorlegt, verhandelt fundiert statt aus dem Bauch.
Gesamtpaket rechnen. Dienstwagen, Werkzeugpauschale, Montagegelder, Bereitschaftszulagen und betriebliche Vorsorge machen oft mehr aus als ein paar Euro mehr Grundlohn. Entscheidend ist das Netto plus die geldwerten Vorteile - nicht die Brutto-Schlagzeile.
Den Zeitpunkt wählen. Die KV-Erhöhung im Jänner hebt nur die Untergrenze - über die Überzahlung wird separat gesprochen. Der beste Moment ist nach einem sichtbaren Erfolg: eine abgeschlossene Großbaustelle, eine bestandene Zusatzprüfung, ein Auftragshoch im Betrieb. Wer mit Leistung statt mit der Inflation argumentiert, kommt weiter.
FAQ und unsere Einschätzung
Elektrotechnik ist 2026 einer der lohnendsten Handwerksberufe in Österreich - solide im Einstieg, mit klarem Weg nach oben und einer Verhandlungsposition, die im Fachkräftemangel selten so gut war. Wer die Wahl hat, sollte die Lehre in der Industrie erwägen: Die Lehrlingsentschädigung liegt dort in allen vier Lehrjahren 23 bis 37 Prozent über dem Gewerbe. Im Gewerbe gleichen Überzahlung, Montagegelder und Überstunden den niedrigeren KV teilweise aus, verlangen aber Flexibilität.
Der größte finanzielle Hebel bleibt die Qualifikation. Werkmeister, Meister und Spezialisierung auf Energie- und Gebäudetechnik heben das Einkommen weit über den Durchschnitt - und die Meisterprüfung öffnet die Tür zur Selbstständigkeit, wo nach oben kaum eine Grenze besteht. Für die nüchterne Planung gilt: Rechnen Sie mit dem Netto, nicht mit dem Brutto, und beziehen Sie Zulagen und Sonderzahlungen mit ein. Den exakten Wert liefert der Brutto-Netto-Rechner.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel verdient ein Elektriker in Österreich 2026?
Im Elektrogewerbe beträgt der KV-Mindestlohn 2026 für Facharbeiter mit Lehrabschluss 2.948,85 € brutto im Monat, für qualifizierte Facharbeiter 3.397,52 € und für Spitzenfacharbeiter 3.808,83 €, jeweils 14-mal im Jahr. Ist-Löhne mit Überzahlung liegen darüber.
Was verdient ein Elektriker-Lehrling pro Lehrjahr?
Im Elektro- und Metallgewerbe ab 1.1.2026: 1.000 € (1. Lj.), 1.149 € (2. Lj.), 1.493 € (3. Lj.) und 2.000 € (4. Lj.) brutto. In der Elektro- und Elektronikindustrie ist die Lehrlingsentschädigung deutlich höher (1.260 bis 2.457 €).
Verdient man in der Industrie mehr als im Gewerbe?
Bei der Lehrlingsentschädigung eindeutig: Die Elektro- und Elektronikindustrie zahlt im ersten Lehrjahr 1.260 € statt 1.000 € im Gewerbe, also 26 % mehr, und liegt in allen vier Lehrjahren vorn.
Wie viel netto bleibt von 3.200 € brutto?
Bei 3.200 € brutto bleiben 2.288,78 € netto pro Monat. 13. und 14. Gehalt werden nach einem Freibetrag von 620 € nur mit 6 % besteuert und bringen 2.531,73 € bzw. 2.494,53 € netto, das Jahresnetto liegt bei rund 32.492 €.
Welcher Kollektivvertrag gilt für Elektriker?
Für Elektriker im Gewerbe gilt der KV Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechnik (Metallgewerbe-Verbund), gültig ab 1.1.2026 mit zwei Jahren Laufzeit. In der Industrie gilt der KV der Elektro- und Elektronikindustrie ab 1.5.2026.
Wie wird man selbstständiger Elektrotechniker?
Elektrotechnik ist ein reglementiertes Gewerbe. Für die Gewerbeberechtigung braucht es den Befähigungsnachweis - in der Regel die Meisterprüfung oder eine gleichwertige Qualifikation plus Praxis. Erst dann ist die Gewerbeanmeldung möglich.
Welche Zulagen gibt es für Elektriker?
Üblich sind Erschwernis-, Schmutz- und Gefahrenzulagen (SEG), Montage- und Auslösegelder bei auswärtiger Arbeit, Bereitschafts- und Rufbereitschaftspauschalen sowie Überstundenzuschläge von 50 bis 100 %. SEG-Zulagen sind bis zu bestimmten Grenzen steuerbegünstigt.