Immobilien Österreich 2026 - Kauf, Miete, Grundbuch, Förderungen
Beim Immobilienkauf in Österreich kommen auf den Kaufpreis noch einmal 10 bis 12 Prozent obendrauf, ohne Makler rund 6 bis 7 Prozent. Die größten Brocken: 3,5 Prozent Grunderwerbsteuer, 1,1 Prozent Eintragungsgebühr ins Grundbuch, 1,2 Prozent Pfandrechtsgebühr bei finanziertem Kauf, dazu die Vertragserrichtung und gegebenenfalls bis zu 3,6 Prozent Maklerprovision. Bei einer Wohnung um 350.000 Euro sind das schnell 35.000 bis 42.000 Euro, die zusätzlich aus Eigenmitteln zu stemmen sind.
Die Hauptwohnsitz-Befreiung ist ausgelaufen
Für eine Wohnung oder ein Eigenheim als Hauptwohnsitz entfielen nach § 25a GGG die Eintragungs- und die Pfandrechtsgebühr, zusammen 2,3 Prozent, bis zu einer Bemessungsgrundlage von 500.000 Euro - aber nur für Grundbuchanträge, die zwischen 1. Juli 2024 und 30. Juni 2026 einlangten. Verlängert wurde die Befreiung nicht; wer heute kauft, zahlt beide Gebühren voll, bei 350.000 Euro Kaufpreis und 280.000 Euro Kredit rund 7.200 Euro. Wer sie noch genutzt hat, muss das Eigenheim insgesamt fünf Jahre als Hauptwohnsitz halten, sonst wird die Gebühr nacherhoben. Die Grunderwerbsteuer fiel auch während der Befreiung voll an. Die Hauptwohnsitzbefreiung bei der Immobilienertragsteuer betrifft nur den Verkauf, nicht den Kauf. Den Ablauf der Eintragung erklärt der Beitrag zum Grundbuch, die Maklerkosten der zur Maklerprovision.
Auf der Mietseite gilt 2026 eine gesetzliche Bremse: Mit dem MieWeG dürfen Bestandsmieten heuer um höchstens 1 Prozent angehoben werden, und das nur einmal jährlich zum 1. April. Für Richtwertmieten gelten ab 1. April 2026 neue Obergrenzen, in Wien etwa 6,74 Euro pro Quadratmeter für Kategorie A. Was bei Mietvertrag, Kaution und Betriebskosten zulässig ist, behandelt der Überblick zum Mietrecht samt Mietkaution - marktüblich drei Bruttomonatsmieten, gerichtlich bis sechs.
Wie viel Sie für Kauf oder Bau überhaupt finanzieren können, hängt am aktuellen Zinsniveau. Den Einstieg liefert die Pillar-Seite Immobilienkauf, die monatliche Rate rechnen Sie im Kreditrechner durch - seit den EZB-Erhöhungen vom Juni und September 2026 (Einlagensatz jetzt 2,50 Prozent) mit wieder steigenden variablen Zinsen. Neue Wohnbaukredite kosteten laut OeNB im Juli 2026 im Schnitt 3,54 Prozent Sollzins.