Online-Broker Österreich 2026 - Vergleich, Gebühren, Steuer
Die wichtigste Broker-Frage in Österreich lautet nicht "Wer ist am billigsten?", sondern "Wer ist steuereinfach?". Ein steuereinfacher Broker hat Sitz oder Niederlassung in Österreich und führt die 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer auf Kursgewinne, Dividenden und ausschüttungsgleiche Erträge automatisch ans Finanzamt ab, verrechnet Verluste im Depot und rechnet die Auslands-Quellensteuer an. Dazu zählen 2026 unter anderem DADAT, Flatex, easybank, Erste George, Hello bank! und - seit 2025 - Trade Republic. Nicht steuereinfach sind Scalable Capital, Interactive Brokers, DEGIRO und eToro; dort erklären Sie jeden Ertrag selbst über die Beilage E1kv bis 30. Juni des Folgejahres.
Gebühren: 0 Euro Depotführung ist Standard
Bei den Kosten hat sich der Markt gedreht. Flatex, DADAT, Trade Republic und Bitpanda verlangen 0,00 Prozent Depotführungsgebühr, klassische Direktbanken wie easybank liegen bei rund 0,12 Prozent pro Jahr. Worauf es wirklich ankommt, sind Order-Gebühren, Fremdkostenpauschalen und die Kosten fürs Verrechnungskonto - der Depotgebühren-Vergleich rechnet die Nebenkosten gegeneinander. Eine vollständige Anbieter-Matrix nach Angebot und Steuerverhalten steht im Online-Broker-Vergleich.
Der Einstieg selbst dauert kaum eine halbe Stunde: Das Depot eröffnen läuft online per Video-Ident, danach kann der erste ETF-Sparplan ab 25 Euro im Monat starten. Wer von einem teuren zu einem günstigen Anbieter wechselt, sollte den Depotübertrag sauber mit Anschaffungsdaten abwickeln - sonst geht die Steuerhistorie verloren, der Verlusttopf wandert ohnehin nicht mit, und beim Übertrag an einen ausländischen Broker kann eine fiktive Veräußerung mit sofortiger KESt anfallen.