Finanz-Software Österreich 2026 - Buchhaltung, Steuer, Banking
Welche Software Sie wirklich brauchen - und welche kostenlos ist
Die häufigste Frage zuerst: Für die Steuererklärung brauchen die meisten gar keine gekaufte Software. FinanzOnline, das Portal der Finanzverwaltung, ist kostenlos und deckt die Arbeitnehmerveranlagung vollständig ab, inklusive automatischer Vorausfüllung aus den übermittelten Lohnzetteln. Seit 1. Oktober 2025 ist dafür ein zweiter Sicherheitsfaktor Pflicht, in der Regel die ID Austria. Wer selbstständig ist, mehrere Einkunftsarten hat oder eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung führt, fährt mit kommerzieller Steuersoftware oft besser, weil sie Belege, Abschreibungen und die Umsatzsteuervoranmeldung gleich mitführt.
Die zweite Frage betrifft Unternehmer: Brauche ich eine Registrierkasse? Die Pflicht greift erst, wenn beide Grenzen überschritten sind - mehr als 15.000 Euro Jahresumsatz netto und davon mehr als 7.500 Euro in bar (dazu zählen auch Bankomat- und Kreditkartenzahlungen vor Ort). Wird nur eine der beiden Grenzen erreicht, genügt eine einfache Belegsammlung. Welche Kassensysteme die manipulationssichere RKSV-Signatur erfüllen, steht im Registrierkassen-Ratgeber.
Für den privaten Geldüberblick gilt: Eine Banking- und Multibanking-App bündelt über die PSD2-Schnittstelle die Konten mehrerer Banken in einer Ansicht. Wer das Ausgeben besser steuern will, kombiniert das mit einer Haushaltsbuch-App und der 50-30-20-Budgetregel. Und wer ein Wertpapierdepot führt, behält Rendite und steuerrelevante Daten mit einem Portfolio-Tracker im Blick - besonders wichtig bei nicht steuereinfachen Auslandsbrokern, bei denen Sie die Kapitalertragsteuer selbst erklären müssen.