Polizist Gehalt Österreich 2026 - Besoldung, Zulagen, Netto

Von Martin Höllinger Stand 20.06.2026 Lesezeit 13 Min Quellen geprüft

Was verdient ein Polizist in Österreich 2026?

Das Grundgehalt eines ausgebildeten Exekutivbeamten (Verwendungsgruppe E2b) startet bei rund 2.378 € brutto pro Monat (Stand 2025, gültig auch im ersten Halbjahr 2026). Entscheidend ist aber, was dazukommt: Durch Zulagen, Schicht- und Nachtdienst sowie Mehrdienstleistungen erreicht ein Inspektor nach der Grundausbildung real rund 4.690 € brutto. Schon während der zweijährigen Ausbildung fließt ein volles Gehalt von rund 2.380 € aufwärts - die Ausbildung ist also vom ersten Tag an bezahlt.

Anders als bei den meisten Berufen gibt es bei der Polizei keinen Kollektivvertrag - das Gehalt richtet sich nach dem Bundes-Besoldungsrecht. Und anders als die nackte Grundtabelle vermuten lässt, ist der Polizeiberuf über die Zulagen gut bezahlt. Genau diese Zulagen unterschlagen die meisten Gehaltsvergleiche, obwohl sie den Beruf finanziell erst attraktiv machen.

Polizist-Gehalt nach Verwendungsgruppe und Stufe

Die Besoldung im Exekutivdienst steigt mit der Verwendungsgruppe und mit Gehaltsstufen, die im Zwei-Jahres-Rhythmus vorrücken. Die folgende Tabelle zeigt ausgewählte Brutto-Monatsgrundgehälter nach der GÖD-Gehaltstabelle (Werte 2025, im ersten Halbjahr 2026 unverändert):

VerwendungsgruppeEinstieg/frühe Stufespätere StufeSpitze (Stufe 19)
E2c (Ausbildung)2.378,30 €2.411,20 € (St. 6)3.780,00 €
E2b (Exekutivbeamter)2.378,30 € (St. 3)2.634,70 € (St. 6)3.780,00 €
E2a (dienstführend)2.378,30 € (St. 2)2.589,10 € (St. 5)4.011,80 €
E1 (leitend / Offizier)2.478,80 € (St. 1)3.151,20 € (St. 5)5.456,00 €

Diese Werte sind reine Grundgehälter ohne Zulagen. Die Spanne zeigt: Über die Verwendungsgruppe und das Dienstalter wächst das Grundgehalt erheblich - ein Offizier (E1) in der höchsten Stufe verdient mehr als doppelt so viel wie ein Berufseinsteiger. Die Vorrückung in die nächste Gehaltsstufe erfolgt automatisch, ohne Antrag - ein Vorteil des Besoldungssystems, der die Einkommensentwicklung über Jahrzehnte berechenbar macht. Der schnellere Hebel sind aber die Zulagen, die schon beim Inspektor das Grundgehalt fast verdoppeln.

Brutto-Netto: Was bleibt übrig?

Die Abzüge funktionieren bei Beamten anders als bei Angestellten. Pragmatisierte Exekutivbeamte sind über die BVAEB krankenversichert, zahlen einen Pensionsbeitrag und keinen Arbeitslosenversicherungs-Beitrag. Ein vereinfachtes Beispiel für ein Grundgehalt von 2.378 € brutto, Stand 2026:

PositionBetrag
Grundgehalt brutto2.378,00 €
- Sozialversicherung / Pensionsbeitrag- rund 390 €
- Lohnsteuer (nach Verkehrsabsetzbetrag)- rund 130 €
Netto laufend (nur Grundgehalt)rund 1.860 €

Das ist nur das Grundgehalt. Rechnet man die Zulagen und Mehrdienstleistungen dazu, liegt das tatsächliche Nettoeinkommen deutlich höher - und ein Teil davon (Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge) ist steuerbegünstigt. Aufs Jahr gerechnet ergibt allein das Grundgehalt rund 33.300 € brutto (14 Bezüge); mit den Zulagen und Mehrdienstleistungen eines durchschnittlichen Inspektors liegt das Jahresbrutto eher bei 50.000 bis 55.000 €. Das 13. und 14. Gehalt wird auch bei Beamten begünstigt besteuert. Wie sich Abzüge und Absetzbeträge zusammensetzen, steht unter Sozialversicherung und Lohnsteuer. Weil die Beamten-Abzüge vom ASVG-Standard abweichen, ist der Brutto-Netto-Rechner hier nur eine Näherung - die genaue Berechnung liefert die Bezügeabrechnung.

Besoldungssystem statt Kollektivvertrag

Der zentrale Unterschied zu allen anderen Berufen: Polizisten haben keinen Kollektivvertrag. Ihr Gehalt regelt das Gehaltsgesetz des Bundes über feste Besoldungstabellen. Verhandelt wird nicht individuell, sondern jährlich zwischen Bund und der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst für den gesamten öffentlichen Dienst. Wie das KV-System der Privatwirtschaft funktioniert, steht zum Vergleich unter Kollektivvertrag.

Die Einstufung erfolgt nach Verwendungsgruppen:

  • E2c: die Ausbildungsphase (Polizeischüler/Aspirant).
  • E2b: der ausgebildete Exekutivbeamte (Inspektor) - die Einstiegsgruppe nach der Grundausbildung.
  • E2a: der dienstführende Exekutivdienst, erreichbar über die Dienstprüfung E2a (Gruppeninspektor, Bezirksinspektor, Kontrollinspektor).
  • E1: der leitende Exekutivdienst, also die Offiziere - über ein FH-Studium bzw. die E1-Ausbildung.

Innerhalb jeder Gruppe steigt das Gehalt über Gehaltsstufen automatisch mit dem Dienstalter. Das macht die Einkommensentwicklung planbar - ein Vorteil gegenüber vielen privatwirtschaftlichen Berufen, aber auch weniger flexibel: Eine individuelle Gehaltsverhandlung wie beim Koch oder anderen KV-Berufen gibt es nicht. Wer in der Privatwirtschaft mit Verhandlungsgeschick mehr herausholen kann, hat im öffentlichen Dienst dieses Werkzeug nicht - dafür ist das Einkommen vor Willkür und Konjunktur geschützt. Diese Berechenbarkeit ist Teil des Pakets und für viele Bewerber gerade der Reiz des Berufs.

Gehaltserhöhung 2026: der Sparkurs

Hier liegt eine wichtige, oft übersehene Aktualität. Der öffentliche Dienst hat einen Mehrjahres-Abschluss bis 2028, der wegen der Budgetlage sehr knapp ausfiel:

  • Jänner bis Juni 2026: keine Erhöhung (Nulllohnrunde im ersten Halbjahr).
  • Ab 1. Juli 2026: +3,3 % auf Gehälter und Zulagen.
  • 2027 und 2028: jeweils kleinere Schritte (rund +1 %).
  • Im Dreijahresschnitt rund 1,5 % pro Jahr - klar unter der Inflation.

Das bedeutet konkret: Wer dieses Profil im ersten Halbjahr 2026 liest, findet in der Tabelle oben die aktuell gültigen Werte. Erst ab Juli 2026 kommen 3,3 % dazu. Real ist das ein Kaufkraftverlust, weil die Inflation darüber liegt - ein Punkt, der in der Berufsentscheidung ehrlich dazugehört und auch die laufende Diskussion um die Attraktivität des öffentlichen Dienstes prägt.

Ausbildung und Entlohnung während der Polizeischule

Ein großer Pluspunkt: Die Ausbildung ist vom ersten Tag an bezahlt. Die Grundausbildung dauert rund 24 Monate und wird zunächst über einen befristeten Dienstvertrag abgewickelt, dessen Entgelt sich an der Verwendungsgruppe E2c orientiert.

Phasebrutto/Monat (ca.)
1. Ausbildungsjahr2.380 €
2. Ausbildungsjahr (theoretischer Teil)2.895 €
2. Ausbildungsjahr (praktischer Dienst)3.115 €

Voraussetzungen für die Aufnahme sind unter anderem die österreichische (oder EWR-)Staatsbürgerschaft, ein Mindestalter, körperliche und gesundheitliche Eignung, ein einwandfreier Leumund sowie das Bestehen des mehrstufigen Aufnahmeverfahrens (Deutsch- und Wissenstest, Sport, Diktat, psychologischer Test, Assessment und ärztliche Untersuchung). Anders als bei einer klassischen Lehre verdient man hier von Beginn an ein volles Gehalt - das macht die Polizei auch für Quereinsteiger und Umsteiger attraktiv.

Die Ausbildung selbst ist anspruchsvoll und kombiniert Rechtskunde, Einsatztraining, Waffengebrauch, Erste Hilfe, Deeskalation und praktische Dienstphasen auf einer Polizeiinspektion. Wer sie besteht, hat einen gesicherten Arbeitsplatz mit klarer Einkommensperspektive - ein Vorteil, den kaum eine privatwirtschaftliche Ausbildung in dieser Kombination aus bezahltem Lernen und anschließender Jobgarantie bietet.

Zulagen und Mehrdienst: der eigentliche Hebel

Hier entscheidet sich das reale Polizeigehalt. Das Grundgehalt ist nur das Fundament; den Großteil des Unterschieds machen die Nebengebühren aus. Ein dokumentiertes Beispiel für einen Inspektor nach der Grundausbildung:

BestandteilBetrag/Monat
Grundgehalt2.395 €
regelmäßige Zulagen730 €
einzelverrechnete Zulagen380 €
Mehrdienstleistungen / Überstunden1.185 €
Gesamt bruttorund 4.690 €

Zu den Zulagen zählen unter anderem die Exekutivdienstzulage, die Vergütung für den Wach- und Streifendienst, der Journaldienst sowie Erschwernis- und Gefahrenzulagen. Dazu kommen die Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit, die im rund um die Uhr besetzten Polizeidienst regelmäßig anfallen und steuerlich teils begünstigt sind. Mehr zur Mechanik der Mehrarbeit steht unter Überstunden.

Die Konsequenz: Zwei Beamte mit identischer Verwendungsgruppe können sehr unterschiedlich viel verdienen, je nach Dienstplan, Einsatzbereich und Dienststelle. Wer im Schichtdienst, im Außendienst oder in belastenden Verwendungen arbeitet, verdient real deutlich mehr als jemand im reinen Tagdienst-Innendienst. Das ist der wichtigste Stellhebel des Polizeigehalts - und er hängt stark von der gewählten Verwendung ab.

Die wichtigsten Zulagen-Bausteine im Überblick: Die Exekutivdienstzulage gebührt grundsätzlich allen im Exekutivdienst und gleicht die besonderen Anforderungen des Berufs ab. Die Vergütung für den Außer- und Journaldienst entlohnt Bereitschafts- und Nachtdienste. Erschwernis- und Gefahrenzulagen kommen bei besonders belastenden oder gefährlichen Verwendungen dazu. Und die Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit fallen im 24-Stunden-Betrieb laufend an - sie sind bis zu gesetzlichen Grenzen steuerfrei und heben das Netto überproportional. Genau weil so viele Bausteine zusammenkommen, lohnt sich der genaue Blick auf die monatliche Bezügeabrechnung.

Dienstzeitmodelle und Arbeitszeit

Der Polizeidienst läuft rund um die Uhr. Verbreitet sind Wechseldienst-Modelle mit Tag-, Abend- und Nachtdiensten, oft in längeren Dienstblöcken mit anschließenden Ruhetagen. Das bringt einerseits die einkommenswirksamen Zuschläge, andererseits eine Belastung für Gesundheit und Sozialleben - ein Aspekt, der bei der Berufswahl realistisch eingeplant gehört. Beim Urlaubsanspruch gelten für Beamte eigene, meist großzügige Regelungen, die mit dem Dienstalter steigen; der Dienstplan ist entsprechend zu gestalten.

Karriere und Aufstieg

Der Aufstieg führt über Dienstprüfungen und Verwendungsgruppen - jede Stufe ist ein echter Gehaltssprung:

  • Exekutivbeamter (E2b): Einstieg nach der Grundausbildung, klassischer Streifen- und Ermittlungsdienst.
  • Dienstführender Dienst (E2a): nach der Dienstprüfung E2a, mit Führungsverantwortung als Gruppen- oder Bezirksinspektor.
  • Leitender Dienst (E1): Offiziere mit Hochschul- bzw. FH-Ausbildung, Leitung größerer Organisationseinheiten bis zur Behördenleitung.

Spezialverwendungen sind ein eigener Weg: Kriminaldienst, das Einsatzkommando Cobra, Diensthundeführer, Verkehrsdienst, Cybercrime, Flugpolizei oder Auslandseinsätze. Manche bringen eigene Zulagen und Erschwernisabgeltungen, alle erweitern die Karriere- und Einkommensmöglichkeiten. Besonders gefragte und belastende Verwendungen werden über zusätzliche Vergütungen abgegolten - wer bereit ist, in solche Bereiche zu gehen, verbessert sein Einkommen spürbar. Auch der Kriminaldienst ist ein klassischer Aufstiegsweg mit eigener Zulagenstruktur und anspruchsvolleren Aufgaben. Vom Inspektor (E2b) bis zum Oberst mit über 20 Dienstjahren reicht die Spanne bis rund 7.705 € brutto monatlich inklusive Zulagen und Mehrdienst. Der Weg dorthin ist über Dienstprüfungen klar vorgezeichnet - Leistung und Bereitschaft zur Weiterbildung zahlen sich aus.

Beamter, Pragmatisierung und Pension

Eine Besonderheit des Berufs ist der Beamtenstatus. Üblicherweise startet man als Vertragsbediensteter und wird nach einer Bewährungszeit pragmatisiert, also zum Beamten auf Lebenszeit ernannt. Das bringt eine hohe Arbeitsplatzsicherheit, die in der Privatwirtschaft selten ist.

Mit der Pragmatisierung ändert sich auch die Absicherung: Beamte sind über die BVAEB krankenversichert und fallen in ein eigenes Pensionssystem (Ruhegenuss). Für nach 1976 Geborene gilt weitgehend das einheitliche Pensionskonto wie für alle Erwerbstätigen, ältere Jahrgänge haben Übergangsregelungen. Der Exekutivdienst kennt zudem besondere Regelungen, etwa für den vorzeitigen Ruhestand bei belastenden Verwendungen. Die Grundzüge des Pensionssystems erklärt der Beitrag zur Pension. Wichtig ist, das früh zu verstehen, weil Beamtenpension und ASVG-Pension unterschiedlichen Logiken folgen.

Der finanzielle Wert der Pragmatisierung wird oft unterschätzt. Die faktische Unkündbarkeit eines Beamten ist in Geld schwer zu beziffern, in Krisenzeiten aber viel wert: kein Arbeitsplatzrisiko, kein Konjunkturzyklus, planbare Einkommensentwicklung über die gesamte Laufbahn. Wer ein moderates, aber absolut sicheres Einkommen einem höheren, aber unsicheren Verdienst in der Privatwirtschaft vorzieht, findet hier ein seltenes Gesamtpaket. Diese Sicherheit ist ein Teil der Gesamtvergütung, der in keiner Gehaltstabelle steht - und für viele der eigentliche Grund, den Beruf zu wählen.

Optimierungs-Hebel statt Gehaltsverhandlung

Bei einem fixen Besoldungssystem fällt die klassische Gehaltsverhandlung weg - das Grundgehalt steht in der Tabelle. Trotzdem lässt sich das Einkommen aktiv beeinflussen, nur über andere Hebel:

  • Verwendung wählen. Schicht-, Nacht- und Außendienst bringen Zulagen, die das Grundgehalt fast verdoppeln können. Reiner Tagdienst-Innendienst zahlt real am wenigsten.
  • Dienstprüfungen angehen. Der Aufstieg in E2a und E1 ist der sicherste Weg zu mehr Grundgehalt - er hängt nur von der eigenen Leistung ab, nicht vom Verhandeln.
  • Spezialisierung anstreben. Kriminaldienst, Cybercrime oder Spezialeinheiten erweitern Aufgaben, Zulagen und Karriereperspektiven.
  • Mehrdienst korrekt abrechnen. Geleistete Stunden und Zuschläge gehören vollständig erfasst - die Bezügeabrechnung lohnt einen genauen Blick.
  • Pension früh verstehen. Wer das eigene Pensionskonto und die Übergangsregeln kennt, trifft bessere Entscheidungen über Verwendung und Ruhestandszeitpunkt.
  • Familienleistungen nutzen. Familienbonus, Pendlerpauschale und weitere Absetzbeträge gelten auch für Beamte und können das Netto deutlich heben - sie werden in der Bezügeabrechnung oft nicht automatisch berücksichtigt.

Wer den Aufstieg ernst nimmt, plant die Dienstprüfungen früh ein: Sie sind der einzige Weg, das Grundgehalt nachhaltig zu heben, und stehen jedem leistungsbereiten Beamten offen. Anders als in der Privatwirtschaft hängt der Aufstieg nicht von Verhandlungsgeschick oder Vorgesetztenwillkür ab, sondern von nachweisbarer Qualifikation - das ist für viele ein faires und transparentes System.

Anders als beim LKW-Fahrer mit seinen steuerfreien Diäten oder dem Mindestlohn-nahen Einstieg vieler KV-Berufe liegt der Polizeiberuf mit Zulagen klar im oberen Mittelfeld - bei gleichzeitig hoher Jobsicherheit.

Unsere Einschätzung

Der Polizeiberuf wird gehaltlich oft unterschätzt, weil die Grundtabelle täuscht. Wer nur das Grundgehalt von rund 2.378 € sieht, verkennt den Beruf - mit Zulagen, Schicht- und Mehrdienst kommt ein Inspektor real auf rund 4.690 € brutto, und das bei bezahlter Ausbildung und außergewöhnlicher Jobsicherheit. Das ist für einen Beruf ohne vorausgesetztes Studium ein bemerkenswert starkes Paket - vor allem, wenn man die faktische Unkündbarkeit und die Pensionssicherheit als Teil der Gesamtvergütung mitrechnet.

Die Kehrseite gehört ehrlich dazu: Der Sparkurs im öffentlichen Dienst bedeutet 2026 eine Nulllohnrunde im ersten Halbjahr und über drei Jahre nur rund 1,5 % pro Jahr - real ein Kaufkraftverlust. Und das hohe reale Einkommen erkauft man sich mit Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst sowie den Belastungen des Exekutivdienstes. Unser konkreter Rat: Wer zur Polizei geht, sollte das Gehalt nie am Grundbezug messen, sondern an Grundgehalt plus Zulagen plus Pensionssicherheit - und die Verwendung gezielt wählen, denn sie ist der größte Stellhebel im sonst festen Besoldungssystem.

Quellen (3)

Häufig gestellte Fragen

Was verdient ein Polizist in Österreich 2026?

Das Grundgehalt eines Exekutivbeamten (E2b) startet bei rund 2.378 € brutto pro Monat. Durch Zulagen, Schicht- und Nachtdienst sowie Mehrdienstleistungen steigt das tatsächliche Brutto eines Inspektors nach der Grundausbildung auf rund 4.690 € - die Zulagen machen den eigentlichen Unterschied.

Wie viel verdient man während der Polizeiausbildung?

Schon ab dem ersten Tag der zweijährigen Grundausbildung fließt ein Gehalt: rund 2.380 € brutto im 1. Ausbildungsjahr, im 2. Jahr je nach Phase rund 2.895 bis 3.115 €. Die Ausbildung ist bezahlt - das unterscheidet die Polizei von vielen anderen Ausbildungswegen.

Wird das Polizeigehalt 2026 erhöht?

Von Jänner bis Juni 2026 gibt es keine Erhöhung. Ab 1. Juli 2026 steigen Gehälter und Zulagen um 3,3 %. Der Abschluss läuft bis 2028 mit weiteren kleinen Schritten - im Dreijahresschnitt rund 1,5 % pro Jahr.

Was bedeuten E2b, E2a und E1 bei der Polizei?

Das sind Verwendungsgruppen im Exekutivdienst. E2c ist die Ausbildungsphase, E2b der ausgebildete Exekutivbeamte (Inspektor), E2a der dienstführende Dienst (nach Dienstprüfung, Gruppen-/Bezirksinspektor) und E1 der leitende Dienst (Offiziere). Mit jeder Gruppe steigt das Gehalt deutlich.

Wie viel machen die Zulagen aus?

Sehr viel. Bei einem Inspektor nach der Grundausbildung kommen zum Grundgehalt von rund 2.395 € regelmäßige Zulagen (etwa 730 €), einzelverrechnete Zulagen (rund 380 €) und Mehrdienstleistungen (rund 1.185 €) - in Summe ein Brutto von rund 4.690 €. Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge sind teils steuerbegünstigt.

Ist ein Polizist Beamter oder Vertragsbediensteter?

Beides kommt vor. Üblicherweise startet man als Vertragsbediensteter und wird nach einer Bewährungszeit als Beamter pragmatisiert. Beamte sind über die BVAEB versichert, zahlen einen Pensionsbeitrag und keinen Arbeitslosenversicherungs-Beitrag - die Abzüge weichen daher vom ASVG-Standard ab.

Wie ist die Pension bei der Polizei geregelt?

Pragmatisierte Beamte fallen in ein eigenes Pensionssystem (Ruhegenuss), das sich vom ASVG unterscheidet. Für nach 1976 Geborene gilt weitgehend das Pensionskonto wie für alle, ältere Jahrgänge haben Übergangsregelungen. Der Exekutivdienst kennt zudem besondere Regelungen für den vorzeitigen Ruhestand.

MH
Martin Höllinger

Chefredakteur finanzguide.at