Pflegeassistenz Gehalt Österreich 2026: PA, PFA, Zulagen

Von Martin Höllinger Stand 29.06.2026 Lesezeit 13 Min Quellen geprüft

Was verdient eine Pflegeassistenz in Österreich?

Eine Pflegeassistenz (PA) startet je nach Kollektivvertrag bei rund 2.340 bis 2.609 € brutto pro Monat. Im weit verbreiteten SWÖ-Kollektivvertrag fällt sie in Verwendungsgruppe 5 mit einer Spanne von 2.609 € zum Einstieg bis 3.566 € in der höchsten Stufe. Die höher qualifizierte Pflegefachassistenz (PFA) verdient etwas mehr - im Schnitt rund 2.900 € brutto. Beide Werte gelten 14-mal im Jahr, und beide werden durch Zulagen deutlich angehoben.

Genau hier liegt die Besonderheit der Pflegeberufe: Das Grundgehalt ist nur ein Teil. Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste sowie für erschwerte Arbeitsbedingungen machen einen erheblichen Teil des tatsächlichen Einkommens aus. Wer viele Nacht- und Wochenenddienste übernimmt, verdient spürbar mehr als das reine Grundgehalt - das ist in kaum einem anderen Beruf so ausgeprägt. Die drei großen Faktoren beim Pflegeeinkommen sind deshalb die Qualifikationsstufe (PA, PFA oder gehobener Dienst), der Arbeitgeber samt Kollektivvertrag und der Umfang der zuschlagspflichtigen Dienste.

Gehaltstabelle nach Berufsjahren

Die Tabelle zeigt das typische Bruttogehalt einer Pflegeassistenz nach Berufserfahrung. Die Werte orientieren sich am AMS-Gehaltskompass und am SWÖ-Kollektivvertrag (Verwendungsgruppe 5), brutto pro Monat, ohne Zulagen:

BerufserfahrungBrutto/MonatQuelle/Stufe
Einstieg (AMS-Schnitt)rund 2.340 €Gehaltskompass
SWÖ-KV Einstieg2.609 €Verwendungsgruppe 5
3 bis 6 Jahrerund 2.640 €mittlere Stufe
10+ Jahrerund 2.830 €höhere Stufe
SWÖ-KV Höchststufe3.566 €nach 18 Stufen

Die Vorrückung erfolgt regelmäßig - im SWÖ-KV steigt man alle zwei Jahre eine Stufe. Über die gesamte Laufbahn wächst das Grundgehalt damit von rund 2.609 € auf 3.566 €. Das wirkt moderat, doch die Zuschläge und der mögliche Aufstieg zur PFA oder in den gehobenen Dienst heben das tatsächliche Einkommen deutlich über diese Tabelle hinaus. Wer das Grundgehalt isoliert betrachtet, unterschätzt das Pflegeeinkommen systematisch - die Dienstplangestaltung mit ihren Zuschlägen ist mindestens so wichtig wie die Stufe.

Brutto-Netto: was bleibt übrig

Vom Bruttogehalt gehen Sozialversicherung und Lohnsteuer ab. Für Angestellte sind das 2026 18,07 % SV-Anteil, danach der progressive Lohnsteuertarif. Die Aufteilung der SV erklärt der Beitrag zur Sozialversicherung, die Tarifstufen jener zur Lohnsteuer.

Ein Beispiel für den SWÖ-Einstieg, alleinstehend, ohne Kinder, mit 2.609 € laufendem Monatsbrutto (Grundgehalt ohne Zulagen):

PostenBetrag/Monat
Bruttogehalt2.609 €
- Sozialversicherung (18,07 %)-472 €
Steuerbemessung2.137 €
- Lohnsteuer (nach Verkehrsabsetzbetrag)-191 €
Nettogehalt laufendrund 1.945 €

Bleiben rund 1.945 € netto pro Monat aus dem Grundgehalt. Entscheidend ist aber, dass das nicht das tatsächliche Einkommen ist: Die Zulagen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste kommen dazu, und ein Teil davon ist steuerlich begünstigt - Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind bis zu bestimmten Grenzen steuerfrei. Dadurch liegt das reale Netto einer Pflegekraft mit regelmäßigen Diensten spürbar über dem Grundgehalt-Netto. Dazu kommt das mit 6 % begünstigte 13. und 14. Gehalt. Den persönlichen Wert rechnen Sie mit dem Brutto-Netto-Rechner durch.

PA, PFA und DGKP: die drei Pflegestufen

Wer in der Pflege arbeitet, sollte die drei Qualifikationsstufen und ihre Gehaltsunterschiede kennen - sie bestimmen Aufgaben und Einkommen:

StufeAusbildungEinstieg bruttoKompetenz
Pflegeassistenz (PA)1 Jahrrund 2.340 - 2.609 €unterstützende Pflege
Pflegefachassistenz (PFA)2 Jahrerund 2.670 €erweiterte Kompetenzen
Gehobener Dienst (DGKP)3 Jahre / FH-Bachelorrund 2.900 € und mehreigenverantwortliche Pflege

Die Pflegeassistenz übernimmt grundlegende pflegerische Tätigkeiten unter Anleitung. Die Pflegefachassistenz darf nach zweijähriger Ausbildung mehr - etwa bestimmte medizinische Tätigkeiten unter ärztlicher Aufsicht - und verdient entsprechend mehr. Der gehobene Dienst (DGKP) ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium mit eigenverantwortlicher Pflege und der höchsten Bezahlung; er ist im Profil zum Krankenpfleger ausführlich behandelt. Wichtig ist die Durchlässigkeit: Von der PA kann man berufsbegleitend zur PFA und mit Berufsreifeprüfung weiter ins Bachelorstudium aufsteigen. Jede Stufe bedeutet mehr Verantwortung und mehr Gehalt.

Diese Stufenlogik ist die finanzielle Kernbotschaft des Pflegeberufs. Eine PA, die bei der Einstiegsqualifikation bleibt, hat eine planbare, aber gedeckelte Gehaltskurve. Wer die ein- oder zweijährige Zusatzausbildung zur PFA macht, hebt nicht nur das Grundgehalt, sondern auch das Kompetenzfeld und die Einsatzmöglichkeiten. Und der Schritt in den gehobenen Dienst über das Bachelorstudium öffnet die Tür zu Leitungs- und Spezialfunktionen mit den höchsten Pflegegehältern. Weil die Arbeitgeber händeringend qualifiziertes Personal suchen, unterstützen viele diese Weiterbildungen finanziell oder durch Freistellung - ein Angebot, das man aktiv nachfragen sollte. Der Einstieg als PA ist damit kein Endpunkt, sondern oft der Beginn einer Pflegelaufbahn, die sich Stufe für Stufe auch finanziell auszahlt.

Kollektivverträge und Arbeitgeber

In der Pflege entscheidet der Arbeitgeber stark über das Gehalt, weil mehrere Kollektivverträge und Gehaltsschemata nebeneinander bestehen. Die Grundlogik des KV-Systems erklärt der Beitrag zum Kollektivvertrag.

Der wichtigste ist der SWÖ-Kollektivvertrag der Sozialwirtschaft Österreich, dem die großen gemeinnützigen Träger wie Volkshilfe oder Hilfswerk folgen - dort liegt die PA in Verwendungsgruppe 5 (2.609 bis 3.566 €). Konfessionelle Träger zahlen nach eigenen Schemata: Caritas etwa 2.662 bis 3.607 €, was leicht über dem SWÖ-Niveau liegt. Öffentliche Arbeitgeber - Landeskliniken, Pflegeheime der Gemeinden - bezahlen nach den jeweiligen Landes-Bedienstetenschemata, die oft eigene Zulagen vorsehen. Und Vorarlberg hat einen eigenen, deutlich höheren Kollektivvertrag (rund 3.021 bis 3.961 €).

Diese Vielfalt bedeutet: Bei gleicher Tätigkeit kann das Gehalt je nach Träger und Bundesland mehrere hundert Euro auseinanderliegen. Ein Vergleich der Arbeitgeber vor der Bewerbung lohnt sich daher besonders.

Konkret: Eine Pflegeassistenz, die im bundesweiten SWÖ-Schema bei rund 2.609 € einsteigt, würde im Vorarlberger Kollektivvertrag mit über 3.000 € beginnen - bei identischer Ausbildung und Tätigkeit. Auch zwischen öffentlichen und privaten Trägern und zwischen den konfessionellen Schemata gibt es spürbare Unterschiede in Grundgehalt, Zulagensystem und Vorrückung. Wer ortsungebunden ist, sollte das in die Berufsplanung einbeziehen; wer an eine Region gebunden ist, vergleicht zumindest die Träger vor Ort. Hinzu kommt, dass öffentliche Arbeitgeber oft andere Zulagen und eine andere Pensionsregelung bieten als private - der Gesamtvergleich lohnt über das reine Grundgehalt hinaus.

Zulagen: der große Einkommensfaktor

In kaum einem Beruf machen Zulagen einen so großen Anteil aus wie in der Pflege. Drei Arten sind zentral:

  • Nachtdienstzulage: Für Nachtdienste gibt es eigene Zuschläge, die sich bei regelmäßiger Nachtarbeit deutlich aufsummieren.
  • Sonn- und Feiertagszuschläge: Pflege läuft rund um die Uhr und an jedem Tag - Wochenend- und Feiertagsdienste werden mit Zuschlägen abgegolten, die teilweise steuerfrei sind.
  • SEG-Zulagen (Schmutz, Erschwernis, Gefahr): Für besonders belastende Tätigkeiten gibt es Erschwerniszulagen.

Diese Zuschläge sind nicht das Sahnehäubchen, sondern ein struktureller Teil des Pflegeeinkommens. Eine PA mit vielen Nacht- und Wochenenddiensten kann ihr Monatsnetto gegenüber dem reinen Grundgehalt erheblich steigern. Der Preis dafür ist die Belastung durch Schicht- und Wochenenddienst - ein Faktor, der bei der Berufswahl ehrlich mitbedacht werden sollte. Wie Zuschläge grundsätzlich geregelt sind, steht im Beitrag zu Überstunden.

Ausbildung und Voraussetzungen

Die Pflegeassistenz wird in einer einjährigen Ausbildung (1.600 Stunden) an einer Gesundheits- und Krankenpflegeschule erworben. Sie wird häufig mit einer Ausbildungsvergütung von rund 937 bis 1.197 € unterstützt, je nach Träger und Modell - manche Länder und Arbeitgeber bezahlen die Ausbildung im Rahmen von Pflegestipendien oder bezahlten Ausbildungsmodellen, um dem Pflegemangel zu begegnen.

Die Pflegefachassistenz dauert zwei Jahre und vermittelt erweiterte Kompetenzen. Sie ist in der Regel nicht durchgehend bezahlt und teils mit Schulgeld verbunden, lässt sich aber über das AMS-Fachkräftestipendium oder ähnliche Förderungen finanzieren. Wer bereits PA ist, kann auf die PFA aufbauen.

Beide Ausbildungen sind im Vergleich zu einem mehrjährigen Studium kurz, was den Einstieg in einen sicheren Beruf rasch ermöglicht. Angesichts des Pflegemangels werden die Ausbildungswege laufend ausgebaut und gefördert - der Quereinstieg in die Pflege ist über verkürzte Modelle und Anrechnung von Vorbildung in vielen Bundesländern erleichtert worden.

Karriere und Aufstieg

Die Pflege ist trotz der KV-Bindung ein Beruf mit klaren Aufstiegswegen - und der Aufstieg zahlt sich finanziell direkt aus. Der wichtigste Weg ist die Höherqualifizierung: von der PA zur PFA, von der PFA über die Berufsreifeprüfung ins FH-Bachelorstudium und damit in den gehobenen Dienst (DGKP). Jede Stufe bringt mehr Kompetenz, mehr Verantwortung und ein höheres Grundgehalt.

Daneben gibt es Spezialisierungen und Funktionen - etwa in der Intensiv-, OP-, Anästhesie- oder Langzeitpflege, in der Praxisanleitung für Auszubildende oder in der Stationsleitung. Solche Funktionen werden über Zulagen oder eine höhere Einstufung vergütet. Wer Führungsverantwortung übernimmt, etwa als Stationsleitung oder Pflegedienstleitung, erreicht die höchsten Gehälter im Pflegebereich.

Der schnellste Hebel für mehr Gehalt ist in der Pflege oft der Wechsel des Arbeitgebers oder Bundeslandes, weil die Kollektivverträge und Zulagensysteme so unterschiedlich sind. Wer von einem schlechter zahlenden Träger zu einem besseren wechselt, kann bei identischer Tätigkeit deutlich mehr verdienen. Den Vergleich mit anderen Sozial- und Gesundheitsberufen liefern die Profile zum Krankenpfleger und zum Sozialarbeiter.

Arbeitsbedingungen: die ehrliche Seite

Zum Gehalt gehört, wofür es bezahlt wird - und in der Pflege ist das nicht zu beschönigen. Der Beruf ist körperlich fordernd (Heben, Lagern, Mobilisieren), psychisch belastend (Leid, Tod, schwierige Situationen) und durch Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst geprägt. Genau diese Belastung ist der Grund, warum die Zulagen so hoch sind: Sie sind eine Abgeltung für Dienste, die andere Berufe nicht kennen. Wer das Pflegeeinkommen mit einem Bürojob vergleicht, muss diese Komponente mitdenken - das höhere Netto durch Zulagen ist hart verdient.

Der Pflegemangel prägt den Berufsalltag in beide Richtungen. Einerseits sorgt er für eine außergewöhnliche Jobsicherheit, gute Verhandlungsposition beim Arbeitgeberwechsel und politische Aufmerksamkeit mit Ausbildungsoffensiven und Bonuszahlungen. Andererseits bedeutet Personalmangel oft eine hohe Arbeitsverdichtung, Einspringen aus dem Frei und wenig Spielraum bei der Dienstplanung. Beide Seiten gehören zur ehrlichen Berufswahl dazu. Wer die Belastung realistisch einschätzt und einen Arbeitgeber mit guter Personalausstattung und fairem Dienstplan wählt, findet einen sinnvollen, sicheren und solide bezahlten Beruf - wer nur auf die Zulagen schaut, übersieht den Preis dafür.

Ein Lichtblick ist die politische Aufwertung der letzten Jahre: Pflegestipendien, der Pflegebonus, bezahlte Ausbildungsmodelle und Gehaltsanpassungen haben die finanzielle Lage verbessert. Die Pflege ist heute besser bezahlt als noch vor wenigen Jahren, auch wenn der Beruf seine Härten behält.

Gehalt und Bedingungen verhandeln

Klassisches Gehaltsverhandeln gibt es im KV-gebundenen Pflegebereich kaum - das Grundgehalt steht im Kollektivvertrag. Trotzdem gibt es konkrete Hebel.

Den richtigen Arbeitgeber wählen. Das ist der größte Hebel. Caritas, Diakonie, öffentliche Träger und besonders Vorarlberg zahlen unterschiedlich; ein Vergleich vor der Bewerbung bringt mehr als jede Verhandlung.

Vordienstzeiten anrechnen lassen. Einschlägige Vorerfahrung muss beim Einstieg korrekt eingestuft werden - sie hebt die Stufe und damit das Gehalt von Anfang an.

Zulagenträchtige Dienste und Funktionen. Wer Nacht- und Wochenenddienste übernimmt oder eine Funktion (Praxisanleitung, Leitung) anstrebt, hebt das Einkommen über die Zulagen und Funktionsabgeltungen.

Höherqualifizierung planen. Die Weiterbildung zur PFA oder zum DGKP ist der nachhaltigste Einkommenshebel - viele Arbeitgeber unterstützen sie, weil sie selbst dringend qualifiziertes Personal brauchen. Wo Österreichs Gehälter generell liegen, ordnet der Beitrag zum Mindestlohn ein.

Unsere Einschätzung

Die Pflegeassistenz ist ein sicherer, sinnstiftender Beruf mit kurzem Ausbildungsweg und sehr guten Aussichten - der Pflegemangel sorgt dafür, dass Fachkräfte überall gesucht werden. Das Grundgehalt ist solide, aber nicht hoch; das tatsächliche Einkommen entscheidet sich an den Zulagen und am Arbeitgeber. Wer viele zuschlagspflichtige Dienste leistet und beim besser zahlenden Träger arbeitet, verdient deutlich mehr als die reine KV-Tabelle vermuten lässt. Der größte finanzielle Hebel ist die Höherqualifizierung: Jeder Schritt von der PA zur PFA und weiter zum gehobenen Dienst bringt mehr Gehalt und Verantwortung. Ehrlich dazu gehört die hohe körperliche und psychische Belastung des Berufs - die gute Jobsicherheit und die Aufstiegschancen sind real, der Schicht- und Wochenenddienst ist es aber auch.

Wer überlegt, in die Pflege einzusteigen, sollte die Entscheidung daher nicht allein am Gehalt festmachen, sondern an der Bereitschaft für die Arbeitsform - und dann den finanziellen Rahmen bewusst optimieren: den richtigen Träger wählen, Vordienstzeiten einbringen, zuschlagspflichtige Dienste und Funktionen nutzen und die Höherqualifizierung früh einplanen. Diese vier Hebel zusammen entscheiden, ob aus einem soliden Grundgehalt ein gutes Gesamteinkommen wird. Die Pflege belohnt Engagement und Weiterbildung verlässlich - sie verlangt im Gegenzug aber mehr als die meisten Bürojobs.

Quellen (3)

Häufig gestellte Fragen

Was verdient eine Pflegeassistenz in Österreich 2026?

Eine Pflegeassistenz (PA) startet je nach Kollektivvertrag bei rund 2.340 bis 2.609 € brutto pro Monat. Im SWÖ-Kollektivvertrag (Verwendungsgruppe 5) reicht die Spanne von 2.609 € zum Einstieg bis 3.566 € in der höchsten Stufe. Dazu kommen Zulagen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste, die das tatsächliche Einkommen spürbar anheben.

Was ist der Unterschied zwischen PA, PFA und DGKP?

Die Pflegeassistenz (PA) hat eine einjährige Ausbildung und unterstützt die Pflege. Die Pflegefachassistenz (PFA) dauert zwei Jahre, hat erweiterte Kompetenzen und verdient etwas mehr (Schnitt rund 2.900 €). Der gehobene Dienst (DGKP) ist ein dreijähriges FH-Bachelorstudium mit eigenverantwortlicher Pflege und höherem Gehalt.

Wie viel netto bleibt einer Pflegeassistenz?

Von 2.609 € brutto (SWÖ-Einstieg, alleinstehend) bleiben rund 1.945 € netto pro Monat aus dem Grundgehalt. Die Zulagen für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste kommen dazu und sind teils begünstigt besteuert, weshalb das tatsächliche Netto höher liegt. Dazu das mit 6 % besteuerte 13. und 14. Gehalt.

Wird die Pflegeassistenz-Ausbildung bezahlt?

Die einjährige PA-Ausbildung wird oft mit einer Ausbildungsvergütung von rund 937 bis 1.197 € unterstützt, je nach Träger und Modell. Die zweijährige PFA-Ausbildung ist in der Regel unbezahlt und teils mit Schulgeld verbunden, kann aber über das AMS-Fachkräftestipendium gefördert werden.

Verdient man in der Pflege in Vorarlberg mehr?

Ja. Vorarlberg hat einen eigenen Kollektivvertrag, der Pflegeassistenzen höher einstuft - dort reicht die Spanne von rund 3.021 bis 3.961 € und liegt damit deutlich über dem bundesweiten SWÖ-Schema. Auch konfessionelle Träger wie Caritas oder Diakonie zahlen nach eigenen, teils höheren Schemata.

Welche Zulagen gibt es in der Pflege?

Pflegekräfte erhalten Zuschläge für Nachtdienste, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie SEG-Zulagen (Schmutz, Erschwernis, Gefahr). Diese Zulagen machen einen erheblichen Teil des Pflegeeinkommens aus - wer viele Nacht- und Wochenenddienste leistet, verdient deutlich mehr als das reine Grundgehalt vermuten lässt.

Hat die Pflegeassistenz Zukunft?

Ja, der Pflegemangel sorgt für sehr gute Jobaussichten und Aufstiegschancen. Über Weiterbildung lässt sich von der PA zur PFA und weiter zum gehobenen Dienst (DGKP) aufsteigen. Die Pflegereform und Ausbildungsoffensiven fördern den Einstieg, etwa über Stipendien und bezahlte Ausbildungsmodelle.

MH
Martin Höllinger

Chefredakteur finanzguide.at